BACK AGAIN: POLIT-STATEMENT
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SCHILL-OUT Ich muss zugeben, ich habe auf dem Tisch getanzt, als ich die frohe Nachricht vernahm. Als Hamburger Webseite müssen wir natürlich auch ein kleines bisschen was zum großen Freudentag in der schönsten Stadt Deutschlands beisteuern. Zugegeben, die Überschrift dieses Artikels ist nicht sehr originell, aber was besseres ist mir nicht eingefallen. Ich halte es jetzt auch für müßig, noch ein paar Worte zu diesem Herren zu verlieren, dass haben andere schon an anderer Stelle ausführlich getan und es ist bereits alles gesagt worden, was gesagt werden mußte. Eines steht jedenfalls fest, der Mann hat einen wahnsinnige Blick und wird eines Tages garantiert in der Klapsmühle enden, jedenfalls dann, wenn er sich nicht vorher umgebracht hat. Möllemann ist ja mit gutem Beispiel vorangegangen, man kann nur hoffen, dass ihm möglichst viele folgen. Was mich an dieser ganzen Diskussion in Hamburg stört, ist aber, dass folgender Punkt vollkommen übersehen wird. Ole von Beust, Bürgermeister von Hamburg, hat nach X Jahren SPD-Herrschaft die CDU an die Spitze der Hansestadt gebracht. Das hat er nur geschafft, weil er eine Koalition mit der Schill-Partei und der FDP eingegangen ist. In den darauf folgenden Jahren kam es immer wieder zu Entgleisungen, Peinlichkeiten, ja gar extremen Unverschämtheiten seitens des Zweiten Bürgermeisters Schill. Ole von Beust hat ihm alles immer wieder großzügig verziehen und ihm den Rücken gestärkt, es blieb ihm ja auch nichts anderes übrig, denn sonst wäre die Koalition in Gefahr geraten. Bis der blonde Recke eines Tages mal persönlich von Schill angegriffen wurde. Da hat er dann endlich die Konsequenz gezogen. Nun meine Frage: Wieso lässt es der CDU-Politiker zu, dass Schill Tausende anderer Leute beleidigt, denunziert und ein schlechtes Benehmen an den Tag legt? Wieso verzeiht er ihm solche Sachen immer und wieso sieht er sich erst dann genötigt, etwas zu unternehmen, als es um seine eigene Person geht? Diesen Punkt übersehen alle. Die blinden Bürger sehen jetzt in Ole von Beust den armen Schwulen, der von dem bösen intoleranten Arschloch wegen seiner Homosexualität angegriffen wurde. Genauso ist es doch überhaupt nicht gewesen! Schill wollte seine dreckigen Mauscheleien dadurch entschuldigen, indem er dem Bürgermeister zu verstehen gab, dass doch auch er Mauscheleien begeht, nämlich darum, dass Ole von Beust seinem Lebenspartner oder auch nur Sexpartner (man weiß es derzeit ja nicht) einen guten Job zugeschanzt hat. Ob dieser Lebenspartner oder Sexpartner nun ein Mann ist oder eine Frau, ist doch sachlich vollkommen egal! So etwas hat nicht zu passieren und damit basta! Ich fordere ebenfalls Neuwahlen. Einen Bürgermeister, der nur aus reiner Machtgeilheit einen augenscheinlich charakterlosen, ja im Grunde schon fast geistesschwachen Reaktionär und Populisten bei all seinen Entgleisungen händetätschelnd zu Seite steht, ist für Hamburg nicht tragbar. Er hat einen Mann entlassen, der Dreck am Stecken hat und ernennt nun den nächsten Mann zum Bürgermeister, der ebenfalls Dreck am Stecken hat. Mettbach war doch auch schon mehrfach wegen Mauscheleien am Pranger. Aber Ole von Beust kann nun das arme Opfer spielen dank verdrehter Wahrheiten und bekommt dadurch sogar noch die Sympathien des Volkes. Oh graus, warum ist der Mob bloß immer so blöde? Kein Wunder, dass die Bürger immer wieder verarscht werden, lassen sie es doch gutgläubig und immer wieder mit sich geschehen. Ich komme, wie immer bei solchen Gelegenheiten nur zu dem Schluss, dass ich offenbar viel zu blöd für diese Welt bin, weil ich das alles nicht kapiere. (Haiko Herden) KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle (H.H.) = Haiko Herden |