BACK AGAIN: POLIT-STATEMENT
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DER BÄRBEL SCHÄFER SKANDAL DIE ULTI-SHOW BEI BÄRBEL SCHÄFER Jeden ersten Dienstag im Monat lief bis Dezember 2001 im OFFENEN KANAL HAMBURG "DIE ULTIMATIVE ALLES-SHOW". Die Macher wurden zu einer Talkshow bei RTL eingeladen. Lesen sie im nachfolgenden den Tatsachenbericht zum Thema einmal aus der Sicht von SAM und einmal von HAIKO.
MENSCHENAUFTRIEB BEI BÄRBEL SCHÄFER (von Sam)
MENSCHENAUFTRIEB BEI BÄRBEL SCHÄFER
Mann, war das eine Überraschung, als Haiko mir erzählte, daß wir vielleicht zum Thema "Offener Kanal" als Gäste zur RTL-Talk-Show "Bärbel Schäfer" eingeladen würden. Die wollten da eine Sendung über Leute machen, die bei verschiedenen Offenen Kanälen in Deutschland verschiedenartige Sendungen machen. Da sind wir doch genau die richtigen, dachten wir und hofften, das es klappen würde. Wenige Tage später lag bei Haiko die endgültige Einladung im Briefkasten und ebenso die Bahntickets von Hamburg nach Köln und zurück. Daß ein zunächst in Aussicht gestellter Flug sich dann doch als Fahrt mit der Deutschen Bahn AG herausstellte, war schade, aber natürlich kein Problem, schließlich stand ja ein interessanter und hoffentlich vergnüglicher Tag in Aussicht, an dem man als interessierter Mensch auch mal hinter die Kulissen des Fernsehens gucken konnte. Ich machte mir auch keine großen Illusionen, daß der Besuch bei Bärbel uns in irgendeiner Form weiterbringen würde und das diese Art von Talk-Shows reine Fließbandproduktionen sind, ist ja auch klar und gar nicht anders machbar. Am Morgen des 12.12.2000 machten Haiko und ich uns also um 9.33 Uhr mit dem Zug auf die 4 stündige Bahnfahrt. Da wir dort genug Zeit hatten, machten wir uns einige Gedanken, welche Themen zumindest ansatzweise angesprochen werden sollten und könnten. So verging die Zugfahrt denn auch recht schnell und kurz vor 14.00 Uhr trafen wir pünktlich am Kölner Hauptbahnhof ein. Haiko hatte großen Hunger, doch ein Besuch bei einer Hamburger-Kette war zeitlich nicht möglich, da der Wagen, der uns abholen sollte, ein edler Mercedes, schon bereit stand. Naja, sicherlich würde es auch bei "Bärbel" eine Kleinigkeit zu essen geben. Die Fahrt durch Köln ging mit dem gesprächigen Fahrer schnell zuende und wir wurden im Studio, wo die Show produziert wird abgeliefert. Nachdem wir vom Sicherheitsdienst kurz abgetastet wurden, so gründlich, daß man eine Atombombe hätte reinschmuggeln können, warteten wir eine Weile auf unsere Gästebetreuerin, die uns auch bald danach mit drei Leuten vom Offenen Kanal Berlin in das Gästezimmer 3 führte, ein etwa 12 Quadratmeter großer, fensterloser Raum mit gedämpften Licht, zwei kleinen Sofas und einem Sessel, dazu ein Tisch, eine dreckige Wand und sonst gar nichts. Ein Rest Kaffee stand noch auf einem Tisch in der Ecke, dazu eine Platte mit schon leicht angetrockneten belegten Broten. Sofort wurde uns etwas zu trinken angeboten und die Cola kam dann auch schnell, weiterhin wurde gesagt, daß in Kürze noch neues Essen gebracht würde. Man begann, sich zu unterhalten und Erfahrungen mit den verschiedenen Sendungen auszutauschen. Ausser Haiko und mir saßen in dem Raum noch ein junger Mann, der eine schwul-lesbische Soap in Berlin macht und zwei Frauen, die eine Sendung für die Frau ab 40 machen. Alle konnten kaum glauben, daß Haiko und ich eine Show ohne jedes klar erkennbare Konzept machen. Sie alle wollen mit ihren Sendungen "etwas erreichen", während wir natürlich nur selber Spaß haben wollen. So haben die Mit-Talker sich denn auch vorgestellt, in einer Sendung wie "Bärbel Schäfer" könnte man eine Message rüberbringen, ohne zu bedenken, daß es sich um eine reine Unterhaltungssendung handelt, bei der ernste Botschaften doch eher selten sind. Irgendwann kam dann die zuständige Redakteurin zu uns und erzählte uns in Kurzfassung, wie der ganze Nachmittag ablaufen würde. Dabei entschuldigte sie sich ausgiebig für das vorherrschende Chaos, da gerade eine Promi-Livesendung produziert wurde und deshalb alle etwas aufgeregt sind. Wäre ich auch bei so bekannten Menschen wie Jeanette Biedermann (?), Ruth Moschner (???) und tatsächlich Guildo Horn, den sogar ich kannte, weil er mal ein paar Monate in den Medien aufgetaucht ist, was allerdings schon wieder ein paar Jahre her ist. Auch der Teamleiter schaute mal kurz vorbei und erzählte stolz, daß das Thema "Offener Kanal" seine Idee war und man einen kompletten Überblick über das Programm dieser lokalen Sender bieten wollte. Daß man dabei die wohl am weitesten verbreiteten Sendeformate vergessen hatte, nämlich Sendungen, die lokale Informationen bringen und Sendungen, die von ausländischen Mitbürgern gemacht werden und Informationen aus ihren Heimatland beinhalten., interessierte ihn offensichtlich nicht besonders. Die Zeit verflog geradezu und dann wurden wir in die Maske gebeten, wo uns das Glänzen aus dem Gesicht getupft wurde und man mir Gel in die Haare schmieren wollte, woraufhin ich dann aber doch auf etwas Harrspray bestand. Von dort aus führte uns eine Gästebetreuerin (von der die ganze Zeit davor nichts zu sehen gewesen war) in ein kleines Büro, an dessen Tür groß "Kasse" stand. Klingt gut, dachten wir und gingen hinein. Dort sollten wir aber dann nur einen Vertrag unterschreiben, der in etwa besagte, daß wir das Recht an den von uns gefilmten Bildern an RTL abtreten. Der junge Mann erzählte kurz, was in dem Vertrag steht, meinte aber, das sei nur Formsache und wir bräuchten das nicht alles durchlesen. Da wir zur Tonprobe gedrängt wurden und man ja sowieso etwas nervös war, glaubte man dem guten Mann und unterschrieb blind, was natürlich grundsätzlich bescheuert ist. Natürlich haben wir auch keine Kopie des von uns unterschriebenen Schriftstückes erhalten, so daß ich jetzt jeden Tag mit der Lieferung eines neuen Kühlschrankes o.ä. rechne. Vielleicht stand aber auch in dem Vertrag, daß wir nach der Sendung keine Kritik daran äußern dürfen und ich mache mich mit diesem Bericht gleich strafbar, wer weiß... Ach ja, der Kassenwart wollte uns beinahe schon die übliche Gage ausbezahlen, als plötzlich eine junge Frau reinkam und sagte, für diese Sendung gäbe es keine Gage... schade eigentlich. Dann ging´s direkt weiter zur Tonprobe. Uns wurde ein Ansteckmikro und ein Sender angefummelt und wir betraten erstmals das Studio, was auf zweierlei Art und Weise beeindruckte, zum einen durch die unglaubliche Anzahl an Scheinwerfern an der Decke und zum anderen durch die Winzigkeit. Das wirkt im Fernsehen doch weitaus größer, klasse, was man so alles durch gute Kameraarbeit und Bildschnitt illusionieren kann. Eine weitere junge Dame erzählte uns den Ablauf der Sendung, führte uns hinter die Tür, durch die wir schließlich die Bühne betreten sollten, zeigte uns, wie man eine Schwingtür aufmacht und ging dann bei der Probe, applausimitierend, hinter uns her. Natürlich bin ich erstmal falschrum auf das Podest gegangen, auf dem die Stühle standen. Danach hat der Tontechniker schnell die Mikros gecheckt und schon war alles wieder vorbei. Nein, hier erfuhren wir auch, daß wir als letzte Gäste auf die Bühne kommen würden, was uns dann schon etwas nachdenklich machte, da wir befürchteten, daß so am Ende der Sendung kaum noch Zeit wäre, mehr als ein oder zwei Sätze zu sagen, man hat das im Fernsehen ja schon häufig gesehen. Egal, dachten wir uns, macht bestimmt trotzdem Spaß. Danach wurden wir wieder ins Gästezimmer 3 getrieben (fehlte nur noch, daß jemand sagt, wir sollten Hand in Hand in Zweierreihen gehen), wo inzwischen einige weitere Personen eingetroffen waren, so daß insgesamt 9 Leute sich nun 6 Sitzgelegenheiten teilen durften. Ganz nebenbei bemerkt war immer noch nichts frisches zu Essen eingetroffen. Nach einer weiteren Nachfrage danach, wurden uns in Folie eingepackte Sandwiches frisch aus dem Kühlschrank gebracht. Die trockenen Reste von den Promis, die vor uns in dem Raum waren lagen immer noch rum und boten einen echt leckeren Anblick. Man vertrieb sich die Zeit mit lockeren Gesprächen und dann kam sie, wie schon lange angekündigt: Bärbel! Vorher wurde gesagt, Bärbel würde vor der Sendung noch reinkommen, um uns kennenzulernen und ein vorbereitendes Gespräch zu führen. Da war sie nun, sagte zu allen Hallo, fragte sogar nach den Namen und erkannte Haiko und mich gleich als "die Chaoten". Wir nahmen das mal als Kompliment. Nach weniger als zwei Minuten war alles vorbei und ich dachte: die arme Frau, so ein stressiger Job, sie hätte sich bestimmt gerne noch ein bisschen mit uns zusammengesetzt, weil man den Gästen ja vielleicht so ein wenig die Nervosität nehmen könnte. Der Beginn der Aufzeichnung rückte näher, die Redakteurin kam nochmal rein und erzählte nochmal kurz, was so an Fragen auf uns zukommen würde. Daß das alles eher oberflächlich sein würde, war mir vorher schon klar, also war ich nicht überrascht. Dann wurden wir auf unsere Warteplätze hinter der Bühne geführt, wo wir auch erstmals ein paar weitere Gäste trafen, die bisher gut von uns abgeschottet worden waren. Und dann ging es endlich los. Haiko und ich waren noch ziemlich entspannt, weil wir ja noch Zeit hatten, ein paar andere Gäste waren da schon nervöser. Als erstes kam ein junges Mädel, das eine Jugendsendung produziert, danach zwei Leute, die eine Schlagersendung machen. Diese sabbelten eine ganze Weile, wurden noch von einer Sängerin "überrascht", die mit dem Offenen Kanal so gar nichts zu tun hatte und es kam ein drittklassiger Schlagersänger, der noch ein Liedchen trällern durfte. Weitere Gäste waren ein Typ, der eine Sportsendung moderiert, danach zwei junge Leute aus Kaiserslautern, die derzeit eigentlich gar keine Sendung machen, wenn ich das richtig verstanden habe. Einer von ihnen trällerte ein Lied für Frau Schäfer, was sich arg nach einem schlechten Raabigramm anhörte, naja. Dann wurde ein gar lustiger Ausschnitt aus einer Kochsendung gezeigt und mit dem Macher telefoniert. Bemerenswert die schlechten Witze des Typen. Man kann auch nicht gerade sagen, daß das Publikum tobte. Unser schwuler Freund mußte als Feindbild für das Publikum herhalten, ebenso die Moderatorin für die "Frau ab 40". Und dann, dann stand endlich unser Auftritt bevor. Die junge Dame, die uns vorher gezeigt hatte, wie man eine Schwingtür aufmacht, bat uns, ihr zu folgen. Wir überlegten kurz, warum wir nicht zu der Tür geführt wurden, an der wir vorher geprobt hatten und befanden uns flugs ohne jeden Kommentar im Backstage-Bereich, wo wir erst in diesem Moment erfuhren, daß die Zeit um war und wir nicht mehr drankommen würden. Völlig perplex hörten wir uns die kurze Entschuldigung der Redakteurin an und schon wurden uns die Mikros abgenommen, in einem Tempo, als hätte man Angst, wir könnten sie mitnehmen. Immer noch etwas verstört wurden wir mit ungefähr 20 Leuten wie eine Herde in ein weiteres kleines Zimmer gelotst, wo noch ein kleiner Sektumtrunk mit Bärbel stattfinden sollte. Unsere Taschen und Jacken waren dort liebevoll auf den Boden geschmissen worden. Als Nicht-Sekt-Trinker bat ich um etwas alkoholfreies, was mir auch gleich gebracht werden sollte. Keine zwei Minuten später wurden wir aufgefordert, mitzukommen, da die Wagen zum Bahnhof da wären, naja, es waren ja auch nur noch gut 100 Minuten Zeit, bis unser Zug fahren würde. Für ein Getränk war da natürlich keine Zeit mehr. Erst auf der Fahrt zum Bahnhof wurde uns langsam klar, was sich da einen ganzen Nachmittag lang abgespielt hatte. Wir hatten einen ganzen Urlaubstag geopfert, über 8 Stunden in der Bahn gesessen für nichts und wieder nichts und das ganze auch noch ohne Gage. Wir wurden ärgerlich, welch Überraschung und ich beschloss, wenigstens unseren Unmut nochmal telefonisch loszuwerden, was ich dann zwei Tage später auch tat. Die Redakteurin entschuldigte sich nochmals, war ansonsten aber doch sehr kurz angebunden. Als ich erwähnte, daß wir über diesen Tag einen Bericht in unserer TV-Show machen würden, riet sie mir, genau aufzupassen, was wir da bringen würden. Aber aber, wir würden doch keine Unwahrheiten verbreiten, sondern genau wie in diesem Bericht nur das, was wirklich passiert ist und wenn ich sage oder schreibe, daß ich mich verarscht fühle ist das keine Lüge (denn ich habe ja nicht gesagt: "Man hat uns verarscht" !), sondern einfach meine persönliche Meinung. Fazit des Ganzen? Naja, das bei einer derartigen Show die Gäste nur in Massenabfertigung durchgeschleust werden, war mir vorher schon klar, daß die ganze Geschichte aber so chaotisch ablaufen würde, hat mich doch überrascht. Von der Organisation her hat mich die ganze Produktion doch sehr an das erinnert, worüber getalkt wurde, an einen Offenen Kanal (wobei ich damit nicht die Mitarbeiter bei den verschiedenen Offenen Kanälen beleidigen will !). Bleibt noch zu sagen, daß mir Zlatko im Foyer des Studios über den Weg gelaufen ist, was mich aber auch nicht mehr beeindrucken konnte. Schade, hätte ich an diesem Tag zu Hause an meine weißen Wände geguckt, hätte ich mehr von dem Tag gehabt. (Sam) Wie ja viele wissen, machen Sam und Haiko, die Betreiber der Back Again Seiten ja auch seit ca. 11 Jahren "DIE ULTIMATIVE ALLES-SHOW" im Offenen Kanal. Eine recht chaotische, aber erfolgreiche Sendung mit Bands und Comedy. Am 05. Dezember 2000 rief dann die Firma Couch Potatoes an, die Produktionsfirma von Bärbel Schäfer, die ihre Talkshow organisiert. Es gibt das Thema "Die Stars aus dem Offenen Kanal" und ob wir Lust hätten, dort mitzuwirken. Sofort haben wir ein Band dorthin geschickt mit der aktuellsten Sendung und es wurde gesagt, daß wir am nächsten Mittwoch in Köln sein sollen. Klingt ja nett, das macht man doch mal mit. Der komplette Sonntag wurde geopfert, um einen 60 Sekunden-Trailer zu basteln und am Montag gab es dann auch schon die erste Überraschung. Nur Bahn statt des versprochenen Flugzeuges. Na ja, man will ja auch nicht so anspruchsvoll sein. Für den Mittwoch mußte dann Urlaub eingereicht werden und früh morgens ging es dann los, vier Stunden Bahnfahrt von Hamburg nach Köln. Man bereitete sich vor, legte sich Worte zurecht, grübelte über Begebenheiten der Show und hatte am Ende eine DIN A4-Seite voller wichtiger Informationen, die man, zum Teil wenigstens, ansprechen wollte. Erste positive Überraschung am Bahnhof: Ein Fahrer im dicken Mercedes stand nur für uns dort und wartete, um uns gleich darauf ins Studio zu fahren. Ohne daß wir etwas gegessen hatten, was ein großer Fehler war. Im Studio wurde man gleich auf Käfige verteilt, Sam und Haiko mußten sich in den fensterlosen Raum 3 setzen und wurden mit anderen Leuten aus anderen Offenen Kanälen zusammengepfercht. Wenigstens gab es was zu essen, allerdings nur zermatschte Sandwiches, von denen man nur erraten konnte, wie alt sie waren und Schnittchen, auf denen sich der Aufschnitt schon rollte. Das Personal versprach, neues Catering zu bringen, doch das sollte Stunden dauern. Die Gäste waren unerträglich und kamen sich ungeheuer wichtig vor. Zitate wie "meine Beiträge werden in 10 Offenen Kanälen gesendet" oder "wenn ihr mir ins Wort fallt, verlasse ich die Bühne" mußten sich die zwei Hamburger mehr als einmal anhören. Später mußten sie auch noch feststellen, daß die Sendungen sogar noch weitaus schlechter waren, als ihre eigene. Ein Frauenjournal für die Dame ab 40, bei der die Moderatorin an einem Tisch sitzt und als Dekoration einen Blumenkasten vor sich stehen hatte. Ich hoffe, mit der 40 war das Alter gemeint, nicht der IQ. Vor der Sendung über den Offenen Kanal wurde eine Promi-Bärbel-Schäfer-Sendung abgehalten, da liefen dann so Leute rum, von denen ein Normalsterblicher unter 14 normalerweise noch nie etwas gehört hat. Einzig Guildo Horn sei hier als Prominent anerkannt? Danach kamen die zwei in die Maske und zur Tonprobe, dies lief zwar auch wie am Fließband ab, doch das ist wohl verständlich. Auch wie man richtig die Tür öffnet und das Studio betritt, wurde geübt. Hier schon ein weiterer Schock, Sam und Haiko sind die letzten in der Reihe. Wahrscheinlich als abschreckendes Beispiel und Horrorschock für die Schluß-Pointe. Danach wurde man wieder eingesperrt in den fensterlosen Raum 3 mit den Offenen Kanal-Mutanten. Inzwischen hatte sich aber noch ein OK-Pärchen eingefunden, welches wirklich OK war, ein kleiner Trost. Während das Klo ständig besetzt war, weil Leute vom Fernsehen und vom Offenen Kanal anscheinend länger brauchen als Normale, kam dann das versprochene Briefing mit Bärbel Schäfer. Superhektisch, runterbebrabbelt und keine Chance, eine Frage zu stellen, satte zwei Minuten hat dies gekostet. Hätte man sich schenken können, fiel eher negativ, als positiv auf. Das Essen war übrigens immer noch nicht da. Dann beginnt die Sendung, aufgeteilt in zwei Gruppen an zwei verschiedenen Eingängen warten die ganzen mitwirkenden Gäste auf ihren Einsatz. Die Show ist unerträglich langweilig, die ödesten Typen wurden eingeladen, selbst ein Hobbykoch wurde per Telefon interviewt und unglaubliche Schlagersänger, die wirklich keine Sau interessieren, durften ihren Müll zum besten geben. Nebenbei buhte dann noch der Aufnahmeleiter in die Sendung rein und die Gastgeberin stellte unverschämte Fragen. Sam und Haiko jedenfalls warten geduldig auf ihren Auftritt, die Sendung läuft und läuft und läuft. Dann ist es soweit, die Helfershelfer-Frau sagt: "So, kommt mit" und trottet wortlos weg. Die zwei trotten hinterher, denn es geht ja jetzt los. Doch was müssen die zwei sehen? Sam und Haiko stehen im Backstage-Raum und die Show ist vorbei. Die Redaktionsleiterin entschuldigt sich und sagt "Pech, das tut mir leid, aber Pech, die Zeit ist uns weggerannt. Aber kommt mit, da hinten gibt es Sekt und dann kommt noch Bärbel". Kaum im Raum angekommen, hieß es: "So, Eure Autos sind da, bitte verschwindet", das Glas Sekt hatte man zu diesem Zeitpunkt gerade mal 10 Sekunden in der Hand. Dann kam Bärbel Schäfer und gab mit genervtem Gesicht Autogramme und ließ Fotos machen. Als sie dann dazu absolut keine Lust mehr hatte (also noch weniger als vorher, was eigentlich kaum möglich war), rotzte sie die Leute an und meinte "Das sind genug Fotos, laßt Euch von den anderen Abzüge geben". Fazit: Schlechte Planung der Sendung seitens der Firma Couch Potatoes, ein schlechtes Sendekonzept, chaotische Planung, schlechte Gästeauswahl, die Moderatorin Bärbel Schäfer war gelangweilt, oberflächlich, zickig und nebenbei noch schlecht vorbereitet, so daß absolut keine Message rüberkam. Sam und Haiko, die bei dieser Gelegenheit erkannten, wie gut ihre eigene Sendung eigentlich wirklich ist, hatten keine Chance, etwas zu sagen und erhielten weder die übliche Gage von 200,- DM, noch eine Aufwandsentschädigung. Den Offenen Kanälen wurde mit dieser Talkshow absolut kein Dienst getan, eher im Gegenteil, denn so sieht es aus, als würden dort nur Deppen und Langweiler Sendungen machen. (Haiko) KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle (H.H.) = Haiko Herden |