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VITTORIO VANDELLI – A Day
Of Warm Rain In Heaven (CD 2004)
(Equilibrium Music
www.equilibriummusic.com )
VITTORIO
VENDELLI dürften viele Leute als Gründungsmitglied der italienischen
Ausnahmeband Ataraxia kennen. Auf dem portugiesischen Equilibrium-Label legt
er nun seine erste Solo-CD vor. Große musikalische Überraschungen sollte man
nicht erwarten, zu sehr ist VANDELLI in der Musik seiner Stammband
verwurzelt, zudem taucht Ataraxia-Sängerin Francesca Nicoli hier mehrfach
als Sängerin auf, so dass sich ein großer Wiedererkennungsfaktor einstellt.
Abgesehen vom Gesang hat der Musiker alles selbst eingespielt. „A Day Of
Warm Rain In Heaven“ wirkt jedoch etwas düsterer, als man es von den
Italienern gewohnt ist, die teils mittelalterlichen, teils neoklassischen
Stücke haben fast durchgehend eine dunkle Atmosphäre, die sich beim Hören
fast unbemerkt einschleicht und das Album so vor zu leichter
Konsumierbarkeit bewahrt. Hervorstechen tut der Song „A Sadder And A Wiser
Man“, der eher gängigen Songstrukturen und Instrumentierungen folgt und
zudem vom Gesang her ein wenig an Anne Clark erinnert. Spannend! Trotzdem
ist das Album nicht wirklich wavig oder gar gothic-lastig, allerdings schon
eingängig. Man erkennt schon, ein ungewöhnliches Album, das nicht leicht zu
beschreiben ist. Irgendwo zwischen Ataraxia, Black Tape For A Blue Girl und
Lycia. Fans dieser Band, die auch mittelalterliche Einflüsse mögen, sollten
hier auf jeden Fall zuschlagen, denn ein so gut produziertes, authentisch
klingendes Album hat man schon lange nicht mehr gehört. (A.P.) |