BACK AGAIN: NEOFOLK / NEO CLASSIC / MITTELALTER

NOBILITY OF SALT - Those Narrow Street (CD 2004)

(Amöbenklang / SXDistribution)

Wenn man NOBILITY OF SALT etwas nicht vorwerfen kann, dann ist das mangelnde Eigenständigkeit. Sie unterscheiden sich schon sehr deutlich von anderen Bands und haben dadurch hohen Wiedererkennungswert. Das ist natürlich extrem positiv, doch wollen wir auch mal ehrlich sein, NOBILITY OF SALT sind auch die erste Gothicband, die ein Banjo besitzt, jedenfalls die einzige, die ich kenne. Wobei noch nicht einmal sicher ist, ob das Ganze Gothic ist, ich vermute das hauptsächlich wegen des Sängers, der im übrigen auch eine Stimme und einen Gesangsstil ganz eigener Art hat, was sicherlich auch normalerweise positiv ist, doch ist der Gesang ziemlich nöhlig und auch ziemlich dünn und obendrein, um diese Mankos zu überdecken, noch viel zu viel verhallt. Die Songs wirken auch manchmal etwas strukturlos und ohne richtige Höhepunkte. So waren aber auch schon die Vorgängeralben der Berliner, leider auch ähnlich schlecht produziert wie die früheren Platten. Tja, das war einiges an Gemecker, doch ich möchte wetten, dass ich mit diesen Worten sicherlich auch den einen oder anderen neugierig gemacht haben dürfte, denn so etwas habt Ihr noch nicht gehört. (H.H.)


NOBILITY OF SALT – The Tremulous Sea (CD 2002)

(Nobility Of Salt/Amöbenklang)

Die Band NOBILITY OF SALT kommt aus Berlin und bringt mit dieser CD hier ihr Debut auf den Markt. Stilistisch würde ich die Musik der drei Herren als Gitarrenwave bezeichnen, aber nicht so, wie man ihn kennt, sondern eben anders, eben nicht so wie Gitarrenwave. Als erstes fällt die eigentümlich klassisch gespielte Gitarre auf, die irgendwie mediterran klingt. Kreta oder Griechenland oder so etwas? Es wirkt irgendwie dadurch ein bisschen schwebend, luftig und beflügelt, doch dazu kommt dann eine Stimme, die nicht so recht dazu passt und irgendwie an einem ganz anderen, düstereren Strang zu ziehen scheint und merkwürdig getragen klingt. Das instrumentel Intro der CD ist prima und die ersten Songs hört man sich noch interessiert an, denn so etwas wird nicht oft geboten, bzw. mir persönlich wurde es noch nie geboten. Mit der Zeit allerdings tut sich nichts neues in der Musik und leider ist die Produktion auch ein bisschen dürftig geraten. Auf alle Fälle würde ich der CD einen großen Pluspunkt für Eigenständigkeit vergeben, doch nicht unbedingt für Begeisterungsfähigkeit. Mag vielleicht subjektiv sein und deshalb denke ich, dass man NOBILITY FOR SALT eine Chance geben und mal reinhören sollte. (H.H.)