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GAE
BOLG – Aucassin Et Nicolette (CD 2005)
(Auerbach
Tonträger-Prophecy Productions/Soulfood)
Die
treibende Kraft hinter dem französischen Projekt GAE BOLG ist Eric Roger,
der unter anderem auch schon bei Sol Invictus mitgewirkt hat. „Aucassin Et
Nicolette“ ist nicht die erste Veröffentlichung der Franzosen, so dass schon
eine Fanbasis da sein dürfte, die sich sicher über dieses Konzeptwerk freut.
Das Album vertont ein Werk der französischen Literatur aus dem 13.
Jahrhundert und ist dabei sehr überzeugend. Irgendwo zwischen neo-folkigen
und neo-klassischen Klängen gibt es weiterhin keltische Einflüsse (wie auch
der aus dem frühen Irland stammende Projektname zeigt), mittelalterliche
Momente bis hin zu fast rituellen Klängen und düsteren Chorpassagen. Das
alles wirkt aber trotzdem nicht zerfahren, sondern gerät zu einem homogenen
Ganzen und einem wirklich beeindruckenden Werk, das sich auch mal Leute
anhören sollten, die sonst mit derartigen Klängen weniger anfangen können
oder ihnen sogar ablehnend gegenüber stehen. Neben vielen authentischen
Instrumenten kommen, wenn ich mich nicht ganz täusche, auch immer wieder
moderne elektronischen Geräte zum Einsatz, was sich aber gut ergänzt und
nicht stört. Mir gefallen vor allem die fast schon dämonischen Chöre sehr
gut (remember „The Omen“ Soundtrack), aber es gibt auch viele recht
eingängige Passagen zu hören, die sich mit düsteren, schneidenden Momenten
abwechseln.
Auffallend ist auch die
sehr gute Produktion, die gerade bei der Verwendung klassischer Instrumente
nicht immer ganz einfach ist. Da sollte sich manch andere Band, die
derartige Musik unter die Leute bringt, eine Scheibe abschneiden. (A.P.) |