BACK AGAIN: NEUE DEUTSCHE WELLE
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DER BRANDSTIFTER – Das
Beste Aus Der Die Tönende Geldhei$$machmaschine DER BRANDSTIFTER – Das Beste Aus Der Die Tönende Geldhei$$machmaschine (Tape1997) (Hasibärenmusik)
Bei dieser Musikcassette von DER BRANDSTIFTER habe ich einen Fehler gemacht, ich habe sie nämlich ca. 1997/98, als ich sie erhielt, mit Nichtachtung gestraft, weil ich sie schon rein äußerlich für unspektakulär hielt und als „eine weitere langweilige Homerecording-Produktion“ abkanzelte. So habe ich die Cassette damals wohl nur ein einziges Mal zur Hälfte gehört und sie dann in die Kiste mit den noch nicht gehörten Sachen gepackt, wo sie innerhalb von etwa 5 Jahren zwei Umzüge mitmachte und in Vergessenheit geriet. DAS war mein Fehler, denn als ich jetzt, Jahre später, durch Zufall wieder auf den BRANDSTIFTER stieß, genau genommen auf der Splitsingle mit Heimcomputer 80 (REVIEW hier) auf dem Kernkrach-Sublabel Hertz-Schrittmacher, kramte ich die eingestaubte Cassette wieder hervor und hörte sie mir gleich mehrmals hintereinander an. Schnell erkannte ich, dass diese Zusammenstellung von Aufnahmen aus den Jahren 1984 bis 1997 wirklich großartig ist! Man fühlt sich glatt in Früh-80er Tape-Szene Zeiten zurückversetzt, als unzählige Kinderzimmermusiker ihre Ideen mehr schlecht als recht auf Tape bannten und damit so manches innovative Werk entstand. Dabei kommt es auch gar nicht auf eine perfekte Soundqualität an, die findet man hier auch nicht, sondern auf die Tatsache, dass es eben doch echte, unabhängig produzierte Musik gibt, bei der es niemals auch nur ansatzweise auf Kommerzialität ankommt. Stilistisch hat sich der BRANDSTIFTER nicht wirklich festgelegt. Dass es meist doch ziemlich Früh-NDWig und Minimal-Elektronisch klingt, liegt wohl eher an nicht perfektem Instrumentarium und Aufnahmemöglichkeiten. Da covert man schamlos S.Y.P.H. und legt mit „Das Kleine Morsealfabet“ einen potentiellen Hit vor, der mich an gute alte New Wave-Zeiten zurück denken lässt. Auch textlich gibt es das eine oder andere Meisterwerk zu bestaunen, z.B. in „Der Ton & Das Ozon“. Wenig überraschend ist, dass der gute alte Inox Kapell als Gast mitgewirkt hat, denn von ihm ist man ja seit Urzeiten auch ähnliche Werke gewohnt. Das macht es auch schwer, diese Cassette in eine bestimmte Schublade einzuordnen. Wegen der deutschen Texte und der gesamten Geisteshaltung habe ich es einfach mal in die NDW-Rubrik gepackt, auch, wenn das zeitlich nicht wirklich passt. Sicher finden sich auch hier einige weniger gelungene Stücke wieder, die dann doch an langweiligeres Rumgedudel herankommen, aber die Zahl der kleinen, aber feinen Perlen überwiegt deutlich. Schande über mich, dass diese Cassette so lange unbeachtet von mir blieb... (A.P.) BRANDSTIFTER – Wildes Ding (7“EP) (Epileptic Rec. www.epileptic-rec.de )
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| KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle (H.H.) = Haiko Herden |