BACK AGAIN: METAL REVIEWS

VOODOO HILL – Wild Seed Of Mother Earth (CD 23.06.2004)

(Frontiers Records)

Welch Prachtstück erhellt hier die Hard Rock-Szene! Der italienische Produzent Dario Mollo (Gitarre) und seine Band VOODOO HILL sind zurück. Schon auf dem Vorgängeralbum „The Cage 2“ steuerte mit Tony Martin (ex-BLACK SABBATH) eine große Persönlichkeit des Rockbusiness die Vocals bei. Doch dies hat Mollo sogar noch toppen können, denn auf „Wild Seed Of Mother Earth“ ist kein geringerer als -  „The Voice Of Rock“ - Glenn Hughes zu hören. Und der Mann beweist, dass er es absolut nicht verlernt hat. Im Gegenteil: Seine Gesangsleistung gehört zu den stärksten, die er je abgeliefert hat. Einfach unglaublich, wie variabel Hughes seine Stimme einzusetzen weiß. Ein Spektrum, das seines Gleichen sucht. Zudem ist sein Gesang stets von großen Emotionen geprägt. Dario Mollo muss man jedoch genauso loben. Er überzeugt durch eine 1a Gitarrenarbeit, die ebenfalls sehr abwechslungsreich ist, und maßgeblich zum positiven Gesamtbild des Albums beiträgt. Außerdem wunderbar, wie geschickt er den klassischen Hard Rock der 70er Jahre, mit all seinen Melodien und Eigenschaften, in ein modernes Gewand hüllt, ohne den alten Geist der Musik verloren gehen zu lassen. Die Produktion ist äußerst professionell, wodurch der Sound jedoch keineswegs an seinem erdigen Charakter einbüsst. Vorbildlich dosiert und perfekt dem Stil angepasst wurden auch die schmackhaften Keyboardeinsätze. Das Drumming sowie der Bass sind differenziert und druckvoll, aber dennoch nicht zu aufdringlich. In gewisser Weise entveredelt wird das Album vor allem durch einige leidenschaftlich akrobatische Gitarren-Soli, bei denen Dario Mollo etwas an Zakk Wylde erinnert. Ein solcher Vergleich kann natürlich nur positiv gemeint sein. Ebenso wie diese bedingungslose Kaufempfehlung. Denn das ist Hard Rock in seiner künstlerisch besten Form. (Daniel Hinrichsmeyer)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden