VADER - De Profundis
VADER - Revelations/Ltd.
VADER - Revelations/Ltd. (CD
10.06.2002)
(Metal Blad/SPV)
Zu den
wenigen Dingen, auf die man sich beinahe blind verlassen kann, zählt schon seit
geraumer Zeit der jährliche Rhythmus "Tour - Album - Tour" unserer
Lieblings-Polen VADER, und die unabweisbare Tatsache, daß sie immer noch in der
Lage sind, sich ständig und stetig zu steigern. Auch das Jahr 2002 hat VADER
bereits in deutschen Clubs erlebt, und ein neues Album (ihr insgesamt zehntes,
eingerechnet der beiden Live-Alben) liegt inzwischen ebenfalls vor. Manche
werfen ihnen vor, ihrem Stil über die Maßen kompromiß- und bisweilen einfallslos
treu geblieben zu sein, aber das darf man so nicht stehen lassen. "The Ultimate
Incantation", ihr ´93er Debüt (was sicher bei einigen Fundis als VADERs
Standardwerk gilt, von den beiden Demos ganz zu schweigen) war mit Sicherheit
ein gutes, vom damaligen "Exotenbonus" angeschobenes Album (das im Übrigen auch
für einige recht passable Nachzügler polnischer Herkunft recht ermutigend
schien, ich denke da an BETRAYER und ihr ausgezeichnetes "Calamity"), einen
ureigenen Sound, der sie heute auszeichnet, hatten VADER damals aber natürlich
noch nicht vorzuweisen. Was sich über die Jahre, durch die vielen Tourneen, die
dadurch handwerklich und songtechnisch gesammelten Erfahrungen und
herausgearbeiteten Charakteristika, nach und nach in kreativer und technischer
Hinsicht tat, dessen konnte und kann man beinahe alljährlich Zeuge werden. "Revelations"
ist wohl bisher das ausgereifteste Werk, obwohl ich damit vorsichtig sein
möchte, denn Stagnation läßt sich bei dem Vierer ja nicht feststellen. Die
Haupteinflüsse haben sich ja durchgängig auf allen Alben bemerkbar gemacht
(sprich: klassische SLAYER und MORBID ANGEL), allerdings habe ich die auch
selten so respektvoll und effektiv in den VADER-Sound eingewebt gehört wie auf
vorliegendem Album. Die Stücke sind durch die Bank sehr kompakt und griffig, die
Rhythmus-Arbeit ist grandios, "Revelation of Black Moses" ist ein
eindrucksvolles Stück MORBID ANGEL-Dynamik und "The Code", vielleicht das beste
unter gleichen, ein wahrhaft kompromißloser Schädelspalter, der eben jenen
SLAYER erst mal hätte einfallen sollen, es hätte auf "God Hates Us All" neben "Disciple"
dann wahrlich noch ein zweites Stück desselben Formats geben können. Kein
Ausrutscher, eine wuchtige, lebendige Produktion wie aus einem Guß. Die
Spielzeit von einer knappen halben Stunde: traurig, aber wenn man bedenkt, daß
kein Füller existiert und man den jährlichen Output betrachtet, ist zumindest
mir das lieber als der sprichwörtliche Berg, der kreißt und dann doch nur eine
Maus gebiert. Death Metal auf allerhöchstem Niveau, vielleicht derzeit das Maß
aller Dinge. Demnächst sowieso wieder auf Tour. (Oliver Jochum)
VADER - De Profundis (CD)
(System Shock/Impact Records/SPV)
Von Impact´s Unterlabel
System Shock kommen hier die Polen VADER. Leider weiß ich gar nichts
über die Band, doch musikalisch ist es eher typischer, wenig eigenständiger Death-Hardcore, zu dem man eigentlich nichts weiter schreiben muß.
Einzig das Stück „Reborn In Flames“ ist etwas abwechslungsreicher
gehalten. Doch denke ich, daß eingefleischte Fans dieser Musikrichtung
durchaus etwas mit VADER anfangen kann. Kommt der Name etwa von unserem
Lieblingsjedi Darth? Das wäre auf alle Fälle ein gewaltiger Pluspunkt.
Weiterer Pluspunkt wäre das überaus gelungene Frontcover der
CD. (H.H.)
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