BACK AGAIN: METAL REVIEWS

SUN OF THE SLEEPLESS /NACHTMAHR – Split CD (CD 2004)

(Lupus Lounge/Soulfood)

Was ist das denn? Laut Waschzettel eine Black Metal-CD mit zwei Bands, von denen ich noch nie gehört oder gelesen habe. Befremdlich kam mir schon vor, dass ich im Info gesiezt werde, sollte in der Metal-Szene die Höflichkeit Einzug gehalten haben?

Diese CD enthält alte Aufnahmen der beiden Bands, aus denen dann Empyrium hervorgingen. Musikalisch bieten SUN OF THE SLEEPLESS eben Black Metal mit rauer, kreischiger Stimme und fetten Gitarren. Wirkt alles, vor allem bei Opener „A Wolf In Sheep Skin Clad“, recht symphonisch-monumental, dafür ist der Gesang leider etwas zu sehr in den Hintergrund gemischt. Schade, denn so versteht man die von Georg Trakl beeinflussten Texte kaum, oder sind das sogar wörtliche Vertonungen? Wer solch einen Ausnahmedichter vertont, sollte schon darauf achten, dass der Hörer das auch mit bekommt.

Weitaus „bretteriger“ und ein wenig schepprig kommen dann NACHTMAHR aus den Boxen. So in etwa stelle ich mir als Laie  den „typischen“ Black Metal vor. Interessant sind hier diverse Breaks, die die Band von purem Gitarrenlärm wegführen. Leider (oder zum Glück?) sind auch hier die Texte nur schwer zu verstehen und sie lagen leider auch der Promo-CD nicht bei. Ansonsten klingt das für mich alles ziemlich gleich.

Sicher nicht die Musik, die ich sonst so höre, aber doch irgendwie energievoll und für Leute, die auf Metal aller möglichen Stilrichtungen stehen, bestimmt nicht nur von historischem Interesse. (A.P.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden