BACK AGAIN: METAL REVIEWS

KOMA – Sinónimo de ofender (CD 2005)

(Locomotive Records)

KOMA sind in Spanien keine Unbekannten mehr und bringen mit „Sinónimo de ofender“ ihr mittlerweile fünftes Album auf den Markt. KOMA-Alben sind in Deutschland allerdings noch nicht allzu sehr verbreitet, dabei sind sie eigentlich viel besser, als viele ihrer spanischen Metal-Kollegen. Das liegt für mich persönlich insbesondere daran, dass sie ein gutes Stück rockiger und roher zu Werke gehen. Namen wie Sepultura, Pantera oder Pro-Pain werden da laut, wenn man Vergleiche ranzieht. Einen Eigenständigkeitswettbewerb würde KOMA wahrscheinlich deshalb nicht unbedingt gewinnen, aber es klingt sehr frisch, groovig und vorwärts in den Magen tretend. Dabei aber auch alles andere als brutal, sondern aggressiv und mit fetzigen Riffs, dazu gibt es sogar noch Melodien und auch eine kantige, rockige Stimme, die spanische Texte von sich gibt. Als Anspieltipps würde ich die Songs „Protestantes“ und „Trabajo Manual“ empfehlen. (H.H.)


KOMA – Molestando a los vecinos (D-CD 22.10.2001)

(Locomotive Music)

Das neue Album, genaugenommen das vierte Album der spanischen Band KOMA ist ein Live-Album, aufgenommen in Bilbao im dort legendären Club „Kafe Antzokia“. Wer die ersten drei Alben kennt, wird sich sicherlich gewünscht haben, diese Band einmal live zu sehen. Dieser Traum kann jetzt halbwegs in Erfüllung gehen, audiotechnisch jedenfalls. Auf dieser Doppel-CD kommt die Power und das Können von KOMA voll zur Geltung, ja selbst der Humor wird gross geschrieben, wie zum Beispiel beim Fun-Medley „Bienvenidos a degüelto“. 18 Stücke für den geneigten Hörer mit einer Länge von etwas über 80 Minuten dürften Freunden von Metal und Rock mit einer gehörigen Portion Punk garantiert erfreuen. (H.H.)


KOMA - Criminal (CD 2001)

(Locomotive Music)

Bei "Criminal" handelt es sich um das dritte Album der Band KOMA. Leider sind mir die alten Alben nicht bekannt, aber das sollte ich wohl mal nachholen. KOMA machen Musik, die zwar ihre Wurzeln im Metal hat, was sie auch nicht verleugnen können und wollen, aber trotzdem mischen sie in ihre Musik mehr als deutliche Anleihen an andere Rockarten, wobei sie aber die schrecklichen Fantasy-Elemente weglassen und eher die gemeinen und brutalen Aspekte des Genres bevorzugen, ohne allerdings in die Bratz-Ecke mit Donnerstimme abzudriften. Mit anderen Worten: Aus allem ziehen sich KOMA das beste und so erhält man ein durchdachtes, musikalisch anspruchsvolles Rockwerk, das durchaus das Zeug zum Klassiker hat. (H.H.)