BACK AGAIN: METAL REVIEWS

INNERSELF – Emotional Disorder (CD 19.01.2004)

(Locomotive)

Nachdem die Band LEVIATHAN viele Auftritte hatte und mehrere Demos aufgenommen hatte, stellte sich der Erfolg leider nicht ein und so gab es ein paar künstlerische Umstrukturierungen und einen neuen Bandnamen, nämlich INNERSELF und nun, Anfang 2004, gibt es dann auch das Debut-Album, das gleich beim bekannten Metal-Label Locomotive erscheint. INNERSELF präsentieren Metal, deren Gitarrenarbeit aus Riffs besteht, die sich auch schon Rammstein ausgeborgt haben. Dazu gibt es dann traditionell quietschende Gitarren, doch die Rhythmusgitarre bestimmt die Songs. Da bleibt der Gesang auch ein bisschen hinten an. Irgendwie klingen INNERSELF extrem Retro und kommen mit einer gewissen Härte herüber, auch wenn die Stücke im Grunde allesamt im Midtempo daherkommen. Für mich klingt es so, als ob man noch nicht zu sich selbst gefunden hat und seinen eigenen Charakter noch nicht gefunden hat. Darüber hinaus klingen die Stücke auch allesamt sehr ähnlich. Was bleibt, ist ein kraftvolles, solide eingespieltes Album. Positiv bleibt im Ohr, dass es einige Ecken und Kanten gibt, die die Produktion nicht wegmixen konnte und die aus INNERSELF eine menschliche Band machen, die Musik mit dem Körper machen, nicht nur mit dem Kopf. (H.H.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden