BACK AGAIN: DIVERSE

 

FORLORN - Forlorn (CD)

(VOICES OF WONDER)
Upps, eine Band, die sich an Wikingern orientiert. Da denkt man doch in erster Linie entweder an Deathmetal-Einheitsbrei oder gar an Torfrock. Beides ist hier gottseidank nicht der Fall, auch wenn einige der Bandmitglieder teilweise dem Black Metal frönen. Die Texte der norwegischen Band, die bislang keine Konzerte gab, sondern als Studioband bezeichnet werden kann, drehen sich nicht um satanische Dinge, es geht nicht um Politik oder Religion, sondern es geht hauptsächlich um Sagen, Geschichten und Märchen aus Wikingerzeit und aus der skandinavischen Folk-lore und die gedankliche Arbeit der Band zu diesen Themen. Es geht um Helden und Charaktere. In der Musik ist so vieles enthalten. In erster Linie doch etwas metallig angehaucht, doch wenn jetzt Eure Schultern vor Enttäuschung nach unten sacken, laßt Euch sagen, das ist hier vollkommen in Ordnung und alles Drumherum, wie z.B. die supergelungen Keyboards und vor allem die Atmosphäre der Songs ziehen einen in den Bann! Ganz besonders angetan hat mir das Instrumentalstück „Drommefanger", betont skandinavisch kann man hier wirklich Wikinger im Kopf spuken hören. Das hört sich vielleicht doof an, aber ich bin wirklich allerpositivst überrascht. Leider sind auf der CD nur fünf Stücke enthalten, was wirklich schade ist, denn jedes einzelne davon ist auf seine Art genial. Anders und nicht alltäglich, vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber genial. Und ich muß es wieder betonen: VOICES OF WONDER ist immer für eine Überraschung gut, man weiß bei den Veröffentlichungen nie, was einen erwartet und bislang wurde ich bei noch keiner enttäuscht (zugegeben, viel ist auch noch nicht gekommen). So, Ihr merkt sicher, ich bin vor lauter Lobhudelei schon völlig außer Atem bin und schließe deshalb die Kritik, aber nur, um in den Keller zu gehen und mir meinen alten Gummi-Wikingerhelm zu holen, den ich morgen auf der Arbeit tragen werde. (H.H.)