BACK AGAIN: METAL REVIEWS

CROSSCUT – Director´s Cut
CROSSCUT – NoneSizeFitsAll

CROSSCUT – Director´s Cut (CD 2004)

(F.A.M.E. Recordings/BMG)

CROSSCUT waren mir bisher kein Begriff, was wenig verwunderlich ist, denn im Metal-Bereich kenne ich mich gar nicht aus. Dann entdeckte ich, dass mein Kollege zum Vorgängeralbum eine Kritik geschrieben hat, mir die Band aus Deutschland also zumindest lesetechnisch schon mal über den Weg gelaufen sein muss.

Also: was die Band auf „Director´s Cut“ bietet ist natürlich immer noch Metal, laut Waschzettel „Nu-Metal-Core“, was beinhaltet, dass die Band zum einen eine jüngere Hörerschaft ansprechen möchte (ich dachte immer, die heutigen Bands würden den hirnrissigen Begriff „Nu Metal“ ablehnen, der genauso aussagelos wie „Future-Pop“ ist) und zum anderen neben Metal eben auch noch andere Einflüsse von Hardcore bis Pop verarbeitet.

Das Album „Director´s Cut“ zeichnet sich vor allem durch eine sehr kraftvolle Produktion aus, die Songs haben ordentlich Power und die Musiker rocken ziemlich kompromisslos und technisch gut einfach drauflos, was durch den Albumtitel verdeutlicht werden soll. Laut Info wurden keine kommerziellen Kompromisse gemacht, allerdings soll der Song „Parade Of Clones“ die erste „Clubsingle“ sein, was immer man sich darunter nun vorzustellen hat. Doch nicht kompromisslos, sondern speziell für den Club-/Radioeinsatz abgemischt, also doch kommerziell? Egal, die meisten Tracks sind trotz der gesunden Härte durchaus eingängig, was ich ungewöhnlich für solch ein Album finde und was es für mich dann doch ziemlich hörbar macht. Nachdem wohl schon einige Videoclips von CROSSCUT auf MTVIVA gelaufen sind und die Band mit verschiedenen Genregrößen auf der Bühne stand, könnte „Director´s Cut“ nun für den größeren Durchbruch sorgen, denn „Nu-Metal-Core“ scheint ja durchaus angesagt sein und wenn schon eine Band damit Geld verdient, dann doch bitte eine wie CROSSCUT, die wenigstens etwas kann. (A.P.)


CROSSCUT – NoneSizeFitsAll (CD 2003 14.04.2003)

(F.A.M.E. Recordigns/BMG)

Immer ärgerlich, wenn man sich als Besprecher einer CD sich diese anhört, währenddessen versucht, die ersten passenden Worte zu überlegen und auch versucht, vielleicht einen Bandvergleich anzustreben, denn Musik zu beschreiben ist immer schwierig und für den Leser ist es oft einfacher, Vergleiche heranzuziehen. Wenn man sich dann also ein Kurzkonzept für eine CD-Kritik zurechtgelegt hat und sich dann das CD-Promoinfo nimmt, um sich nähergehende Informationen zu ziehen und dort steht dann exakt das gleiche drin, was man sich eben ausgedacht hat, glauben wieder alle, man würde nur abschreiben. Das ist mir jetzt aber dann doch egal. Der Titel der zweiten CD, auf der ein neuer Sänger seine Texte schmettert, impliziert es wohl schon, man will nicht das machen, was andere eh schon tausendmal durchgekaut haben, sich nicht in eine Form pressen lassen, aber es ist natürlich auch klar, dass man auch nichts weltbewegend neues der Sonne hervorzaubern kann, diese Zeiten sind lange vorbei.

 

Also doch erstmal eine grobe Kategorisierung: Metal. Hierbei spielen dann gewisse Formen des Trashmetals und des Hardcores mit hinein und auch der sogenannte Nu Metal. Dazu groovt es mitunter ein wenig, Scratching hört man ebenfalls und noch einiges mehr. Also, alles ist ein bisschen härter und auf modern getrimmt, manch Old-School-Metaler wird dies nicht mögen, Zielgruppe ist wohl eher die jüngere Generation nachwachsender Metalfans. Anspieltips sind „Teenage Saviour“, „Paybacktrack“, die Ballade „Perfect Gift“ und „Platform“. (Haiko Herden)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden