BACK AGAIN: METAL REVIEWS

BISS – JOKER IN THE DECK (CD 27.01.2003)

(Point Music)

Die erste CD von BISS ist fast genau ein Jahr vor dieser CD erschienen. Damals hat noch das ehemalige VICTORY-Mitglied Fernando Garcia das Mikrophon geschwunden, doch dieses Mal gibt es einen neuen Sänger, nämlich Michael Bormann. Offenbar gab es wohl ein paar Probleme in der Band, wozu ich aber nichts weiter weiß. Bei „Dogfighter“ singt Bormann übrigens mit Paul Sabu zusammen, den man als schillernde Figur in der Melodicrock-Szene kennt. Musikalisch ist es insgesamt echter Melodic-Hardrock mit teilweise wirklich guten Melodien, wie zum Beispiel meinem Lieblingsstück „As Known As“, welchem man streckenweise schon echte Pop-Qualitäten (ist nett gemeint!) zubilligen kann. Im Ganzen ist das neue Album um einiges besser als das erste Album „Biss“, da man ein gutes Stück zu sich selbst gefunden hat und einen eigeneren Stil erarbeitet hat. Natürlich gibt es noch die alte Härte in den Songs, aber das Songwriting ist ausgeklügelter und mitreissender. Übrigens gibt es auf der CD noch einen 3:50 Minuten langen Videotrack. (H.H.)


BISS – s.t. (CD 2002)

(Barfly Music/Point Music)

Wer kennt noch Fernando Garcia. Metalfans wissen es wohl noch, denn er ist der Frontmann von VICTORY. Nun ist er nach elf Jahren nicht mehr dabei und hat nun mit Doc Heyne aus dem deutschen Münster ein Duo gebildet zwecks gemeinsamen Musizierens im Metalbereich. Doch Heyne hat viel solo gearbeitet und auch gruppentechnisch bei TANNER und MAD MAX gespielt. Er und Fernando Gardcia  haben eine härtere Gangart eingelegt und  legen hier ihr Debütalbum vor. Schneller, härter, lauter ist hier die Devise, doch trotz einiger tempoangezogener Stücke mit Double-Base sind die verspielten und detailverliebten Metalmelodien immer präsent und man merkt, dass die Musik der zwei aus ihrem innersten kommt und zeitgemäss vorgetragen wird. Übrigens ist hier auch eine Coverversion anzufinden, nämlich Falco´s „Rock Me Amadeus“, natürlich in einer gemeineren Version, vielleicht hätte der Titel auch „Mosh Me Amadeus“ heissen können. So halten wir ein Festmahl und freuen uns auf weiteren Output dieses ideenreichen Duos. (H.H.)