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VX – Eine Blume feinsten Unbehagens (CD
2005)
(Haute Areal)
Das
Label HAUTE AREAL ist immer wieder für Überraschungen gut, denn meist sind
es sehr eigenwillige Bands, die da an den Start gehen und das ist hier auch
genau der Fall. „Eine Blume feinsten Unbehagens“, ein echt guter Albumtitel,
ist bereits das vierte Album von VX, allerdings das erste, das ich höre. Auf
alle Fälle ist das eine extrem interessante Mischung, ich würde die Musik
als Industrial im traditionellen Sinne bezeichnen oder aber auch als
Musik-Collagen und gleich das erste Stück erinnert mich ganz extrem an
„Wasserturm“ der Einstürzenden Neubauten, eines meiner ewigen
Lieblingslieder.Es hört sich an wie handgemachter Lärm mit einer Stimme, die
einen, sagen wir mal, recht abgedrehten deutschen Text um die Ohren haut.
Auch die nächsten Stücke sind alles andere als Mainstream, zeugen aber von
einer gelungenen Vielfalt. Es wird rhythmisch, es wird lärmig, es wird
ruhig, es wird trancig und monoton, es gibt sogar ein nettes Klavier zu
hören und alles ist irgendwie auch sehr düster. Das ist wirklich ein Album,
das man mehr als einmal, mehr als zweimal, ja, im Grunde auch mehr als
dreimal hören, um es wirklich gut zu finden. Der Zugang ist nicht sofort da,
doch aus dem Leben weiß man es ja: Wenn man etwas sofort gut findet, ist man
der Sache schnell überdrüssig, braucht man länger dazu, ist es eine Sache
fürs Leben.
(H.H.) |