BACK AGAIN: DIVERSE

RAMMSTEIN - Links 2 3 4
RAMMSTEIN - Sonne
RAMMSTEIN - Live aus Berlin
RAMMSTEIN - Sehnsucht
RAMMSTEIN - Du hast

RAMMSTEIN - Du riechst so gut ´98
RAMMSTEIN - Engel

RAMMSTEIN – Links 2 3 4 (MCD Mai 2001)

(Motor Music)

Hier ist dann also auch die zweite Auskopplung aus dem neuen RAMMSTEIN-Album „Mutter“. Es ist das Lied „Links 2 3 4“, das wieder einmal bewußt einen etwas provokanten Text hat, aber ein recht guter, aber auch sehr RAMMSTEIN-typischer Song ist. Auf der Maxi-CD befindet sich ein brandneues Stück mit Namen „Halleluja“, welches ebenfalls im gewohnten Sound herüberkommt, aber ebenfalls recht gelungen ist. Danach folgt der „Clawfinger Geradeaus Mix“, der das Lied etwas verändert, aber im Grunde nicht viel neues beiträgt. Danach kommen zwei Mixe von Techno-Jünger WESTBAM, der „Technolectro Mix“ ist natürlich entsprechend gut tanzbar und die Stimme von Sänger Till ist roboterisiert. WESTBAM´s „Hard Rock Cafe Bonus Mix“ hat natürlich nicht viel mit Rock zu tun, sondern ist schon ein wenig experimenteller gehalten.  Alles in allem eine nette Maxi, aber ob dies der Hit der Longplay-CD ist, wage ich zu bezweifeln. (H.H.)


RAMMSTEIN - Sonne (MCD 2001)

(Motor Music/Universal)

Da kommt denn auch mal wieder was von den geliebten und gehassten RAMMSTEIN. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht das eine oder andere Extrem in Sachen Meinung zu dieser Band hat. Es sei gleich vorweg gesagt: RAMMSTEIN haben kaum an sich gearbeitet und bieten den gleichen Sound an, den man von ihnen gewohnt ist. Manch einer mag sagen, dass dies gut sei, manch einem ist das nicht genug. Für mich persönlich ist das okay, ich mochte die Songs der Band eigentlich schon immer und eine kleine Veränderung muß man doch bescheinigen: Es ist einen Tick, aber wirklich nur ein kleiner Tick melodischer geworden. "Sonne"  allerdings ist nicht unbedingt das Stück, das man hätte auskoppeln müssen, da gibt es auf dem Longplayer einige bessere Tracks. Die Maxi-CD enthält einmal die normale Version, dann folgt ein "Non Album"-Track mit Namen "Adios", das heftig und schnell den Hörer an die Wand drückt. Zwei Clawfinger-Mixe folgen, die einigermaßen nett sind, aber dem Lied eigentlich keine neuen Aspekte abgewinnt und niemanden davon abhalten wird, die richtige Version zu präferieren. Zum Ende gibt es dann noch eine Instrumental-Version. (H.H.)


RAMMSTEIN – Live aus Berlin (CD)

(Motor Music/Polygram)

RammsteinTja, RAMMSTEIN hat sich aufgebraucht. Nach zwei Longplayern kam dann noch ein Remake ihres eigenen Hits „Du riechst so gut“ und dann eine völlig mißratene, da total langweilige Version des besten Stückes von Depeche Mode „Stripped“ als Maxi-CD. Von da an war es klar, daß RAMMSTEIN-Konzept ist durch, ohne Veränderungen geht es nicht weiter. Nur leider kommen diese nicht so ohne weiteres, anscheinend hat sich die Band festgespielt und da das Geld anscheinend mittlerweile auszugehen scheint, hat man dann eine Live-CD auf den Markt gebracht, die wirklich logische Konsequenz aus dem Dilemma, denn so hat man sich vor einem neuen Album perfekt drücken können. Es hätte auch ein wirklich tolles Live-Album sein können, wenn RAMMSTEIN sich die Mühe gemacht hätte, die Songs zu variieren, aber sie werden genauso runtergedudelt, wie die Originaltitel von den Studio-CDs, einzig anders ist, daß das Publikum im Chor mitsingt. Trotz allem sind eigentlich alle Songs immer noch prima und fett. Dies hier gibt es übrigens nicht nur als CD, sondern auch als Video und DVD. (H.H.)


RAMMSTEIN - Sehnsucht (CD)
RAMMSTEIN - Du hast (MCD)

(Motor Music/Polygram)

Also, ich muß jetzt doch einmal eine Lanze brechen (hab ich dieses geflügelte Wort richtig benutzt?) für diese Ostcombo namens RAMMSTEIN. Als ich irgendwann 1996 diese Band live auf dem Bizarre-Festival im Fernsehen gesehen habe, habe ich mich noch gut amüsiert, weil sich die Typen doch teilweise recht peinlich benahmen. Als sie 1997 wieder auf dem Bizarre-Festival in Köln gespielt haben, hat mich der Auftritt doch überzeugt, obwohl es teilweise immer noch recht unangenehm war (Ihr habt das sicherlich auch mal gesehen, diese pyrotechnischen Budenzauber). Doch diesmal habe ich mehr auf die Musik geachtet und ich finde, RAMMSTEIN bringen seit langem mal wieder etwas frischen Wind in das kommerzielle Musikgefüge Deutschlands. Sicherlich ist die Musik nichts neues und der Gesang etwas pathetisch (hab ich dieses Wort jetzt richtig benutzt?), manchmal vielleicht etwas wie Laibach, doch je öfter mir das Ganze vorkommt, desto mehr muß ich Melodien und Originalität zugestehen. Man muß den Mannen zugestehen, daß sie in ihre Liveshows Action bringen und dem Publikum auch etwas für das Auge bieten. Auch wenn man sich die Texte anguckt, sind die nicht so oberflächlich, wie man vielleicht zuerst vermutet. Als ich mir dann die CDs besorgte, unter anderem die beiden oben genannten, mußte ich zwar feststellen, daß der Sound nicht so voll und satt rüberkommt wie bei dem Konzert, doch trotzdem: RAMMSTEIN ist einfach gut (und ich weiß, viele von Euch schütteln jetzt verständnislos mit dem Kopf). (H.H.)


RAMMSTEIN – Du riechst so gut ´98 (MCD 25.05.1998)

(Motor/Universal)

Die ersten Demobänder entstanden bereits Anfang der Neunziger und 1993 gewann man einen Bandwettbewerb, woraufhin sich RAMMSTEIN dann 1994 erst wirklich gegründet hat. Vier der Bandmitglieder kommen aus Ostberlin, zwei aus Schwerin. 1995 dann kam das erste Album „Herzeleid“ auf den Markt und hatte großen Erfolg, ja selbst eine goldene Schallplatte konnte man einheimsen. Ihre Musik, eine Mischung aus Metal, Hardcore, Pop, Industrial und Rock, prägte den Begriff „Neue Deutsche Härte“ und mit ihren aggressiven, mitunter zweideutigen Texten haben sie schon immer einen zweifelhaften Ruhm erlangt, das sie in irgendeiner Form Rechts sind oder anderweitig radikal, wird ihnen oft angekreidet, doch wie es heutzutage nun mal ist, ist das alles nur Gepose. In Wirklichkeit sind die Herren Familienväter und nette Leute von Nebenan. Das Lied „Du riechst so gut“ ist eines der besten Stücke der ganzen CD und ist im Jahre 1995 das erste Mal ausgekoppelt worden. Weil RAMMSTEIN aber erst viel später ihre großen Erfolge feiern konnten und sich „Du riechst so gut“ bei vielen als Lieblingstrack der CD herausgestellt hat, hat man das Lied 1998 gleich noch einmal als Maxi-CD rausgebracht. Die 98er-Version unterscheidet sich allerdings nicht grundsätzlich oder irgendwie bemerkenswert von der Album-Version, die man kennt. Der zweite Track ist von FAITH NO MORE und wider Erwarten sehr elektronisch gehalten. Der Mix von Günter Schulz (KMFDM) und Hiwatt Marshall hat eine experimentelle Note, der Mix von Sascha Konietzko (ebenfalls KMFDM) ist im Ganzen etwas verzwickter, abgehackter, aber auch sehr elektronisch. Der fünte Mix ist von Olav Bruhn (BOBO IN WHITE WOODEN HOUSES) und ist ein sehr gelungener und vor allem sehr furioser Wirbelwind-Mix. Sascha Moser (ebenfalls von BOBO IN WHITE WOODEN HOUSES) baut in seinen Mix ein bisschen Damengestöhne ein, was dem Lied sehr gut  steht. Der siebte Mix ist von Jacob Hellner und Marc Stagg und bringt nichts neues zum Thema. Noch einmal furios und wild bis wirr wird es dann beim letzte Mix, der noch einmal von Günter Schulz ist. Acht Mixe sind noch nicht genug, denn als Bonus gibt es noch das Originalvideo von „Du riechst so gut ´95“. Alles in allem eine Maxi, die ihr Geld wert ist. Trotzdem, die wirklichen Innovationen kommen bei den Songs nicht rüber. (H.H.)


RAMMSTEIN – Engel (MCD 28.03.1997)

(Motor/Universal)

Sicher ist, dass RAMMSTEIN mit dem Titel „Engel“ ihren Durchbruch hatten und diese Maxi eh im Regal eines jeden Fans steht und wahrscheinlich auch in den Regalen der Bravoleser. Für Neueinsteiger ist die Maxi eher zweitrangig, denn „Engel“, „Sehnsucht“ und „Rammstein“ kennt man in dieser Form eh schon von der LP „Sehnsucht“. Erwähnenswert sind aber noch die beiden „Eskimos & Egypt“ Mixe von „Rammstein“, die wirklich gelungen sind, wobei der zweite Mix eigentlich auch eher nur eine Instrumentalversion ist. (H.H.)