BACK AGAIN: WAVE / POP
| LAIBACH - Jesus Christ
Superstar LAIBACH - Occupied Europe Nato Tour LAIBACH - Nato LAIBACH - Jesus Christ Superstar (CD) (Mute Records) Der letzte Longplayer der Band, die letzte Live-CD jetzt mal nicht mitgerechnet, war die bislang poppigste und tanzbarste CD der Ex-Jugoslawen. Nun wird man etwas mehr heavy, denn bei "Jesus Christ Superstar" ist die Gitarre das dominante Instrument. Obwohl ich bei LAIBACH gerade die Orchstertöne liebe, muß ich sagen, daß mir das neue Werk ebenfalls außerordentlich gefällt, denn es wird hier, gott sei dank, nicht völlig auf Orchester und Chöre verzichtet, sondern man baut diese geschickt mit ein. Tanzbar ist das Ganze dann, nicht ohne Ausnahmen allerdings, doch. Auch ihrer Vorliebe für Coverversionen sind die Mannen treu geblieben und so hört man neben einigen eigenen Stücken wenigstens drei Coverversionen, einmal vom Titelstück, welches im Original ja vom alten Andrew Lloyd Webber ist, dann gibt es einen Song von Prince und einen Song von einer mir nicht bekannten Band. Die neugewonnene, gotische Härte hat LAIBACH in jedem Fall gutgetan und neben gitarrenbetonten Stücken hört man auch richtig gruseliges und sogar ein Stück, welches gut auf einen Hellraiser-Soundtrack gepaßt hätte. Zusammenfassend gesagt: Ich bin Laibach-Fan und werde es auch weiterhin bleiben. (H.H.) LAIBACH - Occupied Europe Nato Tour 1994-95 (Video+CD-Package) (Mute Records) In einem Karton ist dieses Werk zu erstehen für knapp 60 DM und darin findet man eine CD und eine Videokassette. Auf der CD enthalten sind einige Livesongs von LAIBACH´s letzer Tour. Unter anderem ist hier zu hören "Opus Dei" und "Leben heißt leben" sowie 13 weitere Songs. Das Video zeigt uns "nur" 12 Songs, einen ganzen Haufen von der Nato-CD sowie die Songs "Wirtschaft ist tot", "Sympathy For The Devil" und natürlich "Geburt einer Nation", alle diese Songs sind auch in CD-Qualität auf beiligendem Silbertonträger zu hören. Was zuallererst ein wenig schade an dem Video (und auch an der CD) ist, ist das völlige körperliche Fehlen der Chöre und des Orchesters, man hört sie zwar, aber sie kommen anscheinend vom Band. Wäre vielleicht auch ein wenig aufwendig geworden für den Auftritt. Desweiteren kann mir niemand erzählen, daß die ganze restliche Musik LAIBACH´s live auf der Bühne performed wird. Aber das muß nicht schlecht sein, denn die Show ist so okay, obwohl die Mitglieder von LaAIBACH glaube ich nicht einen Fuß bewegen. Aber die Show, die Lichter, der Sound, die Videoshow und vor allem der Bildmix des Videos selbst, welches auch noch unterlegt ist mit Computergrafiken und anderem Bildmateial machen das Ganze zu einem genialen Erlebnis. Der Kauf hat sich wirklich gelohnt! (H.H.) LAIBACH - Nato (CD) (Mute Records/Intercord) Ist vielleicht nicht die allerneueste CD, aber ich finde, sie hat trotz allem noch ein paar erklärende Worte verdient. Das LAIBACH ja nun aus Slowenien kommen, aus einem Ort namens Ljubljana, der früher Laibach hieß, ist wohl kein Geheimnis mehr. Ihren Ruf als faschistoide Band, den sie durch den Song "Geburt einer Nation" bekommen haben, haben sie ja gottseidank widerlegen können. Die anstößigen Worte wie Volk, eine Rasse ein Traum, ein Leitbild und so weiter, haben sie aus einer Übersetzung des Songs "One Vision" von Queen und ich kann mich nicht erinnern, daß Freddy Mercury als Nazi beschimpft wird. Aber egal jetzt. Auf "Nato" befinden sich nur Coverversionen, z.B. von DAF, Status Quo, Pink Floyd und weiteren, sogar "The Final Countdown" von Europe. Alle Songs setzten sich mit dem Thema Krieg auseinander und sind, zusammen mit dem Titel der CD eine Anklage gegen den Krieg im Heimatland und den Dritten, die ihn bis heute noch nicht beenden konnten. Musikalisch sind LAIBACH unverkennbar LAIBACH, auch wenn sie mit der Zeit gehen und fast durchgängig Technorhythmen benutzen. Doch benutzen sie auch weiterhin Chöre, Streicher, die düstere Stimme und die typische Laibach-Atmosphäre und auch wenn es sich um Coverversionen handelt, sind sie allesamt sehr eigenwillig dargebracht und teilweise fast nicht zu erkennen. Im Ganzen also eine CD, die sich der Vollständigkeit allemal lohnt, aber die Monumentalität von "Opus Dei", "Macbeth" oder auch "Let It Be" nicht erreicht. (H.H.) |