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KNORKATOR Komm wieder her (MCD)
(Vielklang / BMG Ufa)
Eine weitere Auskopplung aus dem Album
"Tribute tu uns selbst". Nach "Ich lass mich klonen" wieder eine
Ballade der Berliner Kindels. Der erste (ralfdiomix) Mix klingt eigentlich ganz genau so
wie der Track auf dem Longplayer. Der zweite Mix hat ein paar abgehackte, romantische und
spanische Klänge in sich vereint, fetzt aber nicht sonderlich. Es folgt ein Track namens
"Alle meine Freunde", der sich aber nur als unmerklich veränderte Version von
"Tötet sie" herausstellt, nur daß nicht "Tötet sie" gesungen wird,
sondern einfach nur noch mehr Namen". Der "Klalfier Rimix" bietet
"Komm wieder her" in, wie der Name schon ausdrückt, einer Klavierversion. Als
letztes folgt noch ein "Haus Erika Rimix", welcher mit einem wilden House-Mix
daherkommt. Zusammengefasst kann man sicherlich nicht behaupten, daß "Komm wieder
her" den musikalischen Höhepunkt der Band wiederspiegelt, aber trotz allem ist die
Maxi-CD schön und der Text des Stückes ist natürlich auch wieder ein kleines
Meisterwerk. (H.H.)
KNORKATOR Live
02.11.2000 - Hamburg Alter Schlachthof
Eigentlich
kann ich mit der Musik von KNORKATOR nicht soviel anfangen, einige Lieder, vor allem die
ruhigeren finde ich aber richtig gut und auf der Bühne bietet die Gruppe immer eine gute
Show. Als Haiko dann noch sagte, wir können ein Interview machen und stehen auf der
Gästeliste, war es klar,daß ich hingehe. Pünktlich um 18.00 Uhr sind wir dann auch zum
Interview eingetroffen, durften dann aber erstmal fast eine Stunde warten. Hat dann aber
doch alles ganz gut geklappt. Um 21.40 Uhr betrat die Band dann die recht kleine Bühne.
Eigentlich ist der ganze Club ziemlich klein und wir dachten schon, daß es völlig
überfüllt sein würde, war es dann aber nicht, sondern genau richtig.
In fantasievollen Kostümen begannen KNORKATOR und
legten gleich voll los. Die Show war wie immer ziemlich heftig, die obligatorische Orgel
wurde schon recht früh mit allen möglichen Körperteilen und auch Schuhen etc bearbeitet
und teilweise zerstört. Zwischendurch gaben Alf Ator und Stumpen immer wieder kleine,
schmutzige Gedichte zum besten und spielten einen Querschnitt durch ihr ganzes Programm.
Natürlich wurde durch die zwei Hächsler (oder Hechsler?) wieder eine Menge Obst unter
das Publikum gebracht, das diese Aktion aber zum großen Teil wohl schon kannte und
deshalb zum Teil rechtzeitig flüchtete. Stumpen bat die Leute dann aber wieder vor die
Bühne und versprach, nicht mehr so "rumzuschmoddern". Naja, es wird Zeit, sich
mal wieder was neues einfallen zu lassen. Die Band war gut drauf, das Publikum
freute sich und das Konzert hat wie immer Spaß gemacht, was will man mehr. Zum ganz
großen KNORKATOR Fan werde ich aber wohl doch nicht mehr. (A.P.)
KNORKATOR
Live 02.11.2000 - Hamburg Alter Schlachthof
Wieder einmal spielen KNORKATOR in der Hansestadt,
dieses Mal allerdings in einem etwas kleineren Rahmen, nämlich in der neueren Halle
"Alter Schlachthof". Wir konnten ein Interview mit Alf Ator führen, welches in
Kürze auch auf diesen Seiten zu lesen sein wird. Das Konzert fing pünktlich mit fast 40
Minuten Verspätung an und gleich das erste Bild war schon nicht mehr zu toppen. Stumpen
im Rollstuhl headbangend in seinem blauen Fell-Gnomanzug. Ansonsten muß man sagen, daß
KNORKATOR ein eher nicht so spektakuläres Konzert abgehalten haben, was wahrscheinlich in
erster Linie an der sehr engen Bühne lag, denn wer die Band schon einmal live erlebt hat,
weiß, daß die Post abgeht und jede Menge zu Bruch geht. Natürlich wurde wieder Gemüse
ins Publikum geschreddert, abermals zum Song "Ich bin ein ganz besond´rer
Mann". Da ich damit gerechnet hatte, konnte ich mich gepflegt bei den ersten Klängen
des Stückes in eine Ecke neben der Bühne verkriechen und konnte mit ansehen, wie all die
armen Menschen von oben bis unten mit Äpfel- und Kartoffelbrei überzogen wurden. Alles
in allem gewohnte Kost, aber nicht so exzessiv wie sonst, doch wer KNORKATOR schon des
öfteres live gesehen hat, weiß, daß auch das schlechteste Konzert immer noch super ist.
(H.H.)
KNORKATOR
Ich lass mich klonen (MCD 2000)
(Mercury/BMG)
Eine Single-Auskopplung eines der Highlights vom
"Tribute tu uns selbst"-Album. Es beginnt mit dem "Micks mit Sack",
der wie die Album-Version klingt. Es folgt der "Micks mit Sack und Pack", der
etwas elektronischer aufgemacht ist und für die Tanzflächen gedacht ist. Der "Micks
mit Schwanz" hat eine Länge von 8:48 Min. und ist noch tanzbarer und elektronischer
(technoartiger) als der Micks, sorry, der Mix davor. Und der vierte Mix: Welch
Überraschung, noch elektronischer, mit wilden Drum´n Bass Rhythmen. Zusammenfassend
gesagt: Nette Maxi, gute und interessante Remixe, doch ein wirklich neues Lied hätte
schon noch raufgepasst. (H.H.)
KNORKATOR - Tribute Tu
Uns Selbst (CD Juli 2000)
(Mercury)
Ach, was für ein Tag, unerwartet ist das neue Album von
KNORKATOR da. Ihren frommen Wunsch, jeden Tag professionell zu singen und zu tanzen, haben
sie hiermit auch weitergeführt. Es bleibt allerdings gleich vorweg gesagt, daß auf
dieser CD ein Knaller wie "Absolution" oder "Ganz besond´rer Mann"
fehlt. Die CD beginnt mit einem leider viel zu kurzen, sehr trancigen Stück, bei dem ein
Junge etwas auf hebräisch (?) erzählt. Bei "Jetzt wird abgerechnet" zählt uns
Stumpen jede Menge Mordwerkzeuge auf, eingehüllt in Hardcore, gesungen am Ende im
70er-Disco-Sound. "Verflucht und zugenäht" ist KNORKATOR-Hardcore pur im
"Ich wer zun Schwein"-Stil, "Viva Buzz Dee" bringt uns die
schöne Stimme von Stumpen etwas näher, genauso wie "Komm wieder her".
"Tötet sie alle" ist eher Mittelmaß, Extrawurst hat einen lustigen Text und
mit dem Song "Ich verachte Jugendliche" spricht die Band allen über
30-jährigen aus der Seele. Danach folgt eine sehr geile Coverversion von Ace Of Base´s
"All That She Wants". "Ich lass mich klonen" hat den wahrscheinlich
genialsten Text des Albums und behandelt die Problematik, sich selbst zu ficken. Als
nächstes kommt dann das Tribute zu ihnen selbst, nämlich eine neue Version von "Weg
nach unten". Nach dieser anheimelnden und sanften Melodie kommt plötzlich ein
aggressiver Hass-Track, wider Erwarten passen hier Text und Musik dieses Mal zueinander.
Alles in allem fehlt vielleicht der
Extrem-Knüller, aber jedes Lied ist für sich gesehen sehr geil und eigentlich würde ich
sagen, daß der Gesamteindruck der CD noch positiver ist, als bei den Vorgängern, denn
hier gibt es kein Lied, das nicht gefällt.
KNORKATOR Ick wer
zun Schwein (MCD März 2000)
(BMG)
Die Freude war groß, als bekannt wurde, daß
KNORKATOR zur Vorentscheidung zum Grand Prix kommen sollte. Tatsächlich haben sie dort
auch einen sensationellen vierten Platz belegt und mit dem Titel Ick wer zun
Schwein die Nation gespalten und schockiert, Ralf Siegel insbesondere und haben sich
einen Ehren-Raab in TV Total ergattern können. Mal schauen, wie gut die
nächsten Konzerte besucht sein werden, die ja eigentlich sowieso schon immer ziemlich
voll waren. Nun ja, die neue Maxi mit dem Grand Prix-Beitrag beinhaltet drei Mixe von
Ick wer zun Schwein, alle hörbar, alle schön, es gibt eigentlich keinen, den
man priorisieren könnte und als Bonustrack gibt es noch den Titel Es war einmal ein
Mann mit dem guten Text Es war einmal ein Mann, der hatte sieben Söhne. Die
sieben Söhne sagten ´Vater, erzähl uns eine Geschichte´, da begann der Vater: Es war
einmal ein Mann, der hatte sieben Söhne.... Nun ja, nicht mehr dazu, außer daß
das Stück mehr als acht Minuten lang ist. Bin mal gespannt, ob der Fernsehauftritt
wirklich die Fangemeinde erhöht hat. Für die alten Fans jedenfalls läßt sich sagen,
daß KNORKATOR sich nicht verändert haben. (H.H.)
KNORKATOR -
Hasenchartbreaker (CD)
(Mercury)
Seit letztem Jahr bin ich Fan von KNORKATOR, da
hat man mich von Absolut Promotion fast schon genötigt, dahin zu gehen, doch ich bin den
Leuten heute immer noch dankbar. Es war das beste Konzert 1998 und nun darf ich auch noch
diese neue CD in den Händen halten. Ich muß dazu sagen, KNORKA-TOR kann man denke ich
nur zu würdigen wissen, wenn man sie live gesehen hat. Ich glaube, nur dann kann man die
CD auch nur wirklich gut finden. Auf der Bühne geht die Post ab, alles wird zerdeppert
und kleingeschlagen, böse" Bands wie Rammstein und Umbras und andere werden
königlich verarscht und in den Dreck gezogen. Sänger STUMPEN hat eine Stimme über vier
Oktaven, er kann deathmetalig grunzen und Operndiven-mäßig hoch singen. So ist auch
diese CD hier voller wirklich starker Songs, die man kaum beschreiben kann, es gibt
Rammstein-Songs, mittelalterliche Passsagen, unsinnige Texte und Coverversionen von
Highway To Hell" (mit Geigen und Opernstimme) und With A Little Help From
My Friends". Über KNORKATOR kann man nichts schreiben (obwohl selbst die Bravo das
versucht hat), KNORKATOR muß man erleben und wenn ich sage erleben meine ich tatsächlich
erleben, denn KNORKATOR kann man nicht einfach nur anhören.
Im Netz unter http://www.knorkator.de
(H.H.)
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