BACK AGAIN: DIVERSE

KOMM WIEDER HER
KONZERTBERICHT HAMBURG 02.11.2000
ICH LASS MICH KLONEN
TRIBUTE TU UNS SELBST
ICK WER ZUN SCHWEIN
HASENCHARTBREAKER

KNORKATOR – Komm wieder her (MCD)

Komm wieder her(Vielklang / BMG Ufa)

Eine weitere Auskopplung aus dem Album "Tribute tu uns selbst". Nach "Ich lass mich klonen" wieder eine Ballade der Berliner Kindels. Der erste (ralfdiomix) Mix klingt eigentlich ganz genau so wie der Track auf dem Longplayer. Der zweite Mix hat ein paar abgehackte, romantische und spanische Klänge in sich vereint, fetzt aber nicht sonderlich. Es folgt ein Track namens "Alle meine Freunde", der sich aber nur als unmerklich veränderte Version von "Tötet sie" herausstellt, nur daß nicht "Tötet sie" gesungen wird, sondern einfach nur noch mehr Namen". Der "Klalfier Rimix" bietet "Komm wieder her" in, wie der Name schon ausdrückt, einer Klavierversion. Als letztes folgt noch ein "Haus Erika Rimix", welcher mit einem wilden House-Mix daherkommt. Zusammengefasst kann man sicherlich nicht behaupten, daß "Komm wieder her" den musikalischen Höhepunkt der Band wiederspiegelt, aber trotz allem ist die Maxi-CD schön und der Text des Stückes ist natürlich auch wieder ein kleines Meisterwerk. (H.H.)


KNORKATOR – Live 02.11.2000 - Hamburg Alter Schlachthof

KnorkatorEigentlich kann ich mit der Musik von KNORKATOR nicht soviel anfangen, einige Lieder, vor allem die ruhigeren finde ich aber richtig gut und auf der Bühne bietet die Gruppe immer eine gute Show. Als Haiko dann noch sagte, wir können ein Interview machen und stehen auf der Gästeliste, war es klar,daß ich hingehe. Pünktlich um 18.00 Uhr sind wir dann auch zum Interview eingetroffen, durften dann aber erstmal fast eine Stunde warten. Hat dann aber doch alles ganz gut geklappt. Um 21.40 Uhr betrat die Band dann die recht kleine Bühne. Eigentlich ist der ganze Club ziemlich klein und wir dachten schon, daß es völlig überfüllt sein würde, war es dann aber nicht, sondern genau richtig.

In fantasievollen Kostümen begannen KNORKATOR und legten gleich voll los. Die Show war wie immer ziemlich heftig, die obligatorische Orgel wurde schon recht früh mit allen möglichen Körperteilen und auch Schuhen etc bearbeitet und teilweise zerstört. Zwischendurch gaben Alf Ator und Stumpen immer wieder kleine, schmutzige Gedichte zum besten und spielten einen Querschnitt durch ihr ganzes Programm. Natürlich wurde durch die zwei Hächsler (oder Hechsler?) wieder eine Menge Obst unter das Publikum gebracht, das diese Aktion aber zum großen Teil wohl schon kannte und deshalb zum Teil rechtzeitig flüchtete. Stumpen bat die Leute dann aber wieder vor die Bühne und versprach, nicht mehr so "rumzuschmoddern". Naja, es wird Zeit, sich mal wieder was neues einfallen zu lassen. Die Band war gut drauf, das Publikum
freute sich und das Konzert hat wie immer Spaß gemacht, was will man mehr. Zum ganz großen KNORKATOR Fan werde ich aber wohl doch nicht mehr. (A.P.)

KNORKATOR – Live 02.11.2000 - Hamburg Alter Schlachthof

Wieder einmal spielen KNORKATOR in der Hansestadt, dieses Mal allerdings in einem etwas kleineren Rahmen, nämlich in der neueren Halle "Alter Schlachthof". Wir konnten ein Interview mit Alf Ator führen, welches in Kürze auch auf diesen Seiten zu lesen sein wird. Das Konzert fing pünktlich mit fast 40 Minuten Verspätung an und gleich das erste Bild war schon nicht mehr zu toppen. Stumpen im Rollstuhl headbangend in seinem blauen Fell-Gnomanzug. Ansonsten muß man sagen, daß KNORKATOR ein eher nicht so spektakuläres Konzert abgehalten haben, was wahrscheinlich in erster Linie an der sehr engen Bühne lag, denn wer die Band schon einmal live erlebt hat, weiß, daß die Post abgeht und jede Menge zu Bruch geht. Natürlich wurde wieder Gemüse ins Publikum geschreddert, abermals zum Song "Ich bin ein ganz besond´rer Mann". Da ich damit gerechnet hatte, konnte ich mich gepflegt bei den ersten Klängen des Stückes in eine Ecke neben der Bühne verkriechen und konnte mit ansehen, wie all die armen Menschen von oben bis unten mit Äpfel- und Kartoffelbrei überzogen wurden. Alles in allem gewohnte Kost, aber nicht so exzessiv wie sonst, doch wer KNORKATOR schon des öfteres live gesehen hat, weiß, daß auch das schlechteste Konzert immer noch super ist. (H.H.)


Ich lass mich klonenKNORKATOR – Ich lass mich klonen (MCD 2000)

(Mercury/BMG)

Eine Single-Auskopplung eines der Highlights vom "Tribute tu uns selbst"-Album. Es beginnt mit dem "Micks mit Sack", der wie die Album-Version klingt. Es folgt der "Micks mit Sack und Pack", der etwas elektronischer aufgemacht ist und für die Tanzflächen gedacht ist. Der "Micks mit Schwanz" hat eine Länge von 8:48 Min. und ist noch tanzbarer und elektronischer (technoartiger) als der Micks, sorry, der Mix davor. Und der vierte Mix: Welch Überraschung, noch elektronischer, mit wilden Drum´n Bass Rhythmen. Zusammenfassend gesagt: Nette Maxi, gute und interessante Remixe, doch ein wirklich neues Lied hätte schon noch raufgepasst. (H.H.)


KNORKATOR - Tribute Tu Uns Selbst (CD Juli 2000)

(Mercury)

KnorkatorAch, was für ein Tag, unerwartet ist das neue Album von KNORKATOR da. Ihren frommen Wunsch, jeden Tag professionell zu singen und zu tanzen, haben sie hiermit auch weitergeführt. Es bleibt allerdings gleich vorweg gesagt, daß auf dieser CD ein Knaller wie "Absolution" oder "Ganz besond´rer Mann" fehlt. Die CD beginnt mit einem leider viel zu kurzen, sehr trancigen Stück, bei dem ein Junge etwas auf hebräisch (?) erzählt. Bei "Jetzt wird abgerechnet" zählt uns Stumpen jede Menge Mordwerkzeuge auf, eingehüllt in Hardcore, gesungen am Ende im 70er-Disco-Sound. "Verflucht und zugenäht" ist KNORKATOR-Hardcore pur im "Ich wer zun Schwein"-Stil,   "Viva Buzz Dee" bringt uns die schöne Stimme von Stumpen etwas näher, genauso wie "Komm wieder her". "Tötet sie alle" ist eher Mittelmaß, Extrawurst hat einen lustigen Text und mit dem Song "Ich verachte Jugendliche" spricht die Band allen über 30-jährigen aus der Seele. Danach folgt eine sehr geile Coverversion von Ace Of Base´s "All That She Wants". "Ich lass mich klonen" hat den wahrscheinlich genialsten Text des Albums und behandelt die Problematik, sich selbst zu ficken. Als nächstes kommt dann das Tribute zu ihnen selbst, nämlich eine neue Version von "Weg nach unten". Nach dieser anheimelnden und sanften Melodie kommt plötzlich ein aggressiver Hass-Track, wider Erwarten passen hier Text und Musik dieses Mal zueinander.

Alles in allem fehlt vielleicht der Extrem-Knüller, aber jedes Lied ist für sich gesehen sehr geil und eigentlich würde ich sagen, daß der Gesamteindruck der CD noch positiver ist, als bei den Vorgängern, denn hier gibt es kein Lied, das nicht gefällt.


KNORKATOR – Ick wer zun Schwein (MCD März 2000)

(BMG)

KnorkatorDie Freude war groß, als bekannt wurde, daß KNORKATOR zur Vorentscheidung zum Grand Prix kommen sollte. Tatsächlich haben sie dort auch einen sensationellen vierten Platz belegt und mit dem Titel „Ick wer zun Schwein“ die Nation gespalten und schockiert, Ralf Siegel insbesondere und haben sich einen Ehren-Raab in „TV Total“ ergattern können. Mal schauen, wie gut die nächsten Konzerte besucht sein werden, die ja eigentlich sowieso schon immer ziemlich voll waren. Nun ja, die neue Maxi mit dem Grand Prix-Beitrag beinhaltet drei Mixe von „Ick wer zun Schwein“, alle hörbar, alle schön, es gibt eigentlich keinen, den man priorisieren könnte und als Bonustrack gibt es noch den Titel „Es war einmal ein Mann“ mit dem guten Text „Es war einmal ein Mann, der hatte sieben Söhne. Die sieben Söhne sagten ´Vater, erzähl uns eine Geschichte´, da begann der Vater: Es war einmal ein Mann, der hatte sieben Söhne...“. Nun ja, nicht mehr dazu, außer daß das Stück mehr als acht Minuten lang ist. Bin mal gespannt, ob der Fernsehauftritt wirklich die Fangemeinde erhöht hat. Für die alten Fans jedenfalls läßt sich sagen, daß KNORKATOR sich nicht verändert haben. (H.H.)


KNORKATOR - Hasenchartbreaker (CD)

(Mercury)

KnorkatorSeit letztem Jahr bin ich Fan von KNORKATOR, da hat man mich von Absolut Promotion fast schon genötigt, dahin zu gehen, doch ich bin den Leuten heute immer noch dankbar. Es war das beste Konzert 1998 und nun darf ich auch noch diese neue CD in den Händen halten. Ich muß dazu sagen, KNORKA-TOR kann man denke ich nur zu würdigen wissen, wenn man sie live gesehen hat. Ich glaube, nur dann kann man die CD auch nur wirklich gut finden. Auf der Bühne geht die Post ab, alles wird zerdeppert und kleingeschlagen, „böse" Bands wie Rammstein und Umbras und andere werden königlich verarscht und in den Dreck gezogen. Sänger STUMPEN hat eine Stimme über vier Oktaven, er kann deathmetalig grunzen und Operndiven-mäßig hoch singen. So ist auch diese CD hier voller wirklich starker Songs, die man kaum beschreiben kann, es gibt Rammstein-Songs, mittelalterliche Passsagen, unsinnige Texte und Coverversionen von „Highway To Hell" (mit Geigen und Opernstimme) und „With A Little Help From My Friends". Über KNORKATOR kann man nichts schreiben (obwohl selbst die Bravo das versucht hat), KNORKATOR muß man erleben und wenn ich sage erleben meine ich tatsächlich erleben, denn KNORKATOR kann man nicht einfach nur anhören.
Im Netz unter http://www.knorkator.de
(H.H.)