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KARAMELO SANTO – Los Guachos
(02.05.2003)
(Übersee/Efa)
KARAMELO
SANTO heißt “der heilige Bonbon” und so heißt eine Band aus Argentinien.
Sieben Mann, die einer Musik frönen, die man am ehesten als
lateinamerikanische Folklore bezeichnen könnte. Dazu vermixen die eine
gehörige Portion Ska, Reggae und sogenannten Cumbia sowie auch ein bisschen
Rock. Ein bisschen schade ist, dass man die Texte hier nicht versteht und
sich dieser Band nur rein von der musikalischen Seite her nähern kann. Ihre
Lyrics sind sehr politisch und vor allem auch sehr kritisch, was den
Punkaspekt ein bisschen ausmacht („Los Guachos“ zum Beispiel heißt „Die
Strassenkinder“). Militärdiktatur und Arbeitslosigkeit, Armut und politische
Missstände, das sind die Themen, um denen es bei KARAMELO SANTO geht.
Verpackt ist das Ganze in oben beschriebener Musik, die uns Europäern ohne
Kenntnis der Texte einfach nur als freundlichen Urlaubsmusik daherkommt. Das
da eine fette Portion Anarchismus und hintersteckt, muss man einfach
wissen. Dort drüben wird die Band nicht von Strandtouristen gehört, sondern
von Punks und auch von argentinischen Hippies. Aber, wie gesagt, für uns
Europäer zählt hauptsächlich die Musik, weil die Texte kaum jemand versteht.
Diese Musik ist voller Leidenschaft, voller Sonne, voller positiver
Energien, um hier mal die Worte eines angeblichen Superstars zu verwenden. (H.H.) |