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FRANZ ADRIAN WENZL – The Money Tapes (MCD 2003)
(Wüstenkatz / Trost & Tauschhandel /
www.moneytapes.com)
FRANZ
ADRIAN WENZL kommt aus Wien, das liegt in Österreich und er präsentiert uns
eine ruhige, sehr minimalistisch gehaltene elektronische CD mit vier
Stücken. Der Titel der CD sowie die Titel der vier Songs drehen sich alle um
das liebe Geld, doch Franz Adrian rückt zurecht: „Eine klare moralische
Aussage hat die Platte natürlich keine. Es geht halt ausschließlich um Geld.
Fast so wie im richtigen Leben“. Franz Adrians Musik ist, wie gesagt, meist
sehr ruhig, angenehm monoton und dadurch atmosphärisch. Er verwendet am
liebsten analoge Synthesizer und Rhythmusgeräte sowie eine Orgel (wie
sympathisch). Mitunter gibt es auch akustische Instrumente zu hören, wie zum
Beispiel ein Saxophon (auf „Gib mir dein Geld (wenn du mich wirklich
liebst)“) oder auch Klarinetten und Trompeten. Intensives Rauschen gehört
dazu sowie das Knistern der Kabel, man kann förmlich den Elektrosmog riechen
und sehen, wie Franz Adrian an den Reglern dreht. Bei „MoneyMoneyMoney“
kommt sogar durch die Bläser ein bisschen Legendary Pink Dots-Atmosphäre
auf. Na, und das nenne ich doch mal wirklich spannend. FRANZ ADRIAN WENZL
macht Musik, weil er Spaß daran hat und, entgegen dem CD-Titel, geht es ihm
nicht ums Geld. Aus diesem Grunde kann man seine CD zwar auch mit Kohle
erstehen, doch viel lieber ist es ihm, Sachen zu tauschen. T-Shirts, Socken,
Comics, Chips, selbst produzierte Musik und vieles mehr gegen seine CD. Eine
sehr sympathische Sache, zu der es mehr auf seiner Webseite zu lesen gibt.
Dort gibt es auch Fotos der bereits getauschten Gegenstände. Im Übrigen ist
das auch eine, entschuldigt den Ausdruck, schweinegeile Webseite. Das ist
wahrscheinlich die erste Webseite, die ich mir von vorne bis hinten
angeschaut habe, toll und originell aufgebaut. Wunder gibt es immer wieder…
(H.H.)
KONTAKT ZU DEN
AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle
(H.H.) = Haiko Herden |