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V-SOR,X –
A Strip Of Light But Still Too Dark (CD 2002)
(Genetic
Music, http://conx.de/genetic
)
V-SOR,X
haben irgendwann, Anfang der 80er Jahre mal eine längst vergessene Single
aufgenommen, zumindest die meisten Menschen haben sie längst vergessen,
nur in der kleinen, immer nach Skurrilem Ausschau haltenden
Minimal-Electro-Szene ist diese Platte beliebt und gesucht. Grund genug für
Genetic Music, sich mit Morgan Bryan in Verbindung zu setzen und weiteres
Material aus ihm heraus zu kitzeln, das hier nun auf CD vorliegt. Einige
Puristen werden am Anfang etwas vor den Kopf gestoßen, denn der erste
Song ist tatsächlich ein akustisches Gitarren-Stück. Aber schon beim
zweiten Titel „Prey Room“ gibt es schöne minimalistische analoge
Synthies zu hören, allerdings auch hier mit Gitarreneinsatz. Weniger
reiner Minimal-Electro, als Früh-80er New Wave vom feinsten. Erinnert
mich ein wenig an frühe Sad Lovers And Giants, aber auch an UV Pop und
For Against. Dieser Titel hätte auch hervorragend auf einen Sampler der
„Zwischenfall-“ oder der „Banshee-“ Reihe gepasst. Danach wird es
vollelektronisch bei „Commercial Breakthrough“ und „Conversation
With“, so dass die ganz harte Minimal-Fraktion spätestens hier
befriedigt werden dürfte. Auch experimentelle Sachen gibt es zu hören,
so fühlt man sich bei „Kalahari“ ein bisschen an Clair Obscur
erinnert.
Mir persönlich
gefallen die wavigen Lieder mit Gitarre besser, da sie spannender und
abwechslungsreicher sind, aber letztendlich sind alle 11 Titel großartig.
Schade nur, dass anscheinend die alte Single nicht mit auf die CD gepackt
wurde, obwohl dafür durchaus noch Platz gewesen wäre. (A.P.) |