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TWILIGHT RITUAL – Rituals TWILIGHT RITUAL – Rituals (CD 2005) (Genetic Music www.geneticmusic.de )
TWILIGHT RITUAL gibt es nun seit rund einem Vierteljahrhundert und genießt in der Minimal-Electro/-Wave Szene und unter Cold Wave-Freunden ein hohes Ansehen. Das liegt sicher daran, dass diese Gruppe einen sehr eigenen Stil hat, der zwar minimalistisch, aber doch auch immer atmosphärisch ist, vergleichbar höchstens mit solchen Legenden wie Twice A Man oder Trisomie 21. Der Sound ist derart 80er-Jahre-typisch, dass man sich eigentlich fragen muss, warum die Gruppe nicht auch kommerziell gesehen etwas mehr Aufsehen erregt hat. Nicht, dass das jemand falsch versteht: die Musik von TWILIGHT RITUAL ist nicht wirklich kommerziell und vor allem nicht oberflächlich, aber gerade Anfang/Mitte der 80er Jahre hat es diese Art von Musik, die zwar eingängig, aber trotzdem nicht hohl ist, immer mal wieder in die Charts geschafft. (New) Wave war damals eben eine erfolgreiche Musikrichtung, aber vielleicht war „Rituals“ 1985 auch einfach etwas spät dran, um im Zuge der New Romantic-Welle den Durchbruch zu schaffen. Und vielleicht doch auch etwas zu dunkel. Stattdessen entwickelte sich das Album dann zu einer schwer gesuchten und entsprechend teuren Kultplatte, die nun endlich in einwandfreier Soundqualität jedem zugänglich ist. New Wave, New Romantic, Cold Wave, Minimal-Electro...wer auch nur auf eine dieser Musikrichtungen steht, sollte zugreifen. Wieder mal ein wichtiges Werk in der Liste „Notwendige Re-Releases“ abgehakt, mal sehen, was bei Genetic Music als nächstes kommt. (A.P.) TWILIGHT RITUAL - Organic (CD 1996)(Subtronic Records/SPV)Nach einigen Erfolgen Anfang der80er Jahre haben sich TWILIGHT RITUAL in den 90ern wiedergemeldet, ohne aber an die Qualität der alten Hits anschließen zu können. Das soll jetzt aber nicht heißen, daß „Organic“ schlecht wäre, im Gegenteil, besonders der Albumtitel spiegelt das wieder, was die Musik transportiert: warme, atmophärische Electro-Pop-Klänge, teilweise experimentell, manchmal auch sehr poppig, aber immer eingängig, „organisch“ eben. Direkt im Ohr bleibt eigentlich keiner der Songs, ein Hit für die Tanzflächen ist nicht dabei, dafür aber auch kein echter Ausfall, das ganze ist sehr homogen. Talk Talk treffen auf Enya und die ruhigeren Depeche Mode der Mitt-80er, dazu noch ein Schuß des „Medusa“-Albums von Clan Of Xymox, so oder so ähnlich könnte man „Organic“ beschreiben. (A.P.) |