BACK AGAIN: ELECTRO
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SUPERIKONE – Energie SUPERIKONE – Energie (Promo-CD-R 2005) (Phobotaxis)
Dabei ist es ausgesprochen schade, wenn man schon vor dem Einlegen der CD so einen schlechten Eindruck von einer Band bekommt, von der man noch nie gehört hat. Und echt übel ist es, wenn man deswegen die CD-R ewig liegen lässt, weil man nichts davon erwartet und diese dann wider erwarten gar nicht so schlecht ist, wie es hier der Fall ist. Nach dem selbst erdachten Motto „Der Traum der 80´er im Sound der 90´er trifft auf die Fragen des 21. Jahrhunderts!“ (hallo Deppenapostroph!) spielt sich SUPERIKONE durch alle möglichen Musikstile und beweist dabei durchaus Gespür für eingängige Melodien und tanzbare Rhythmen. Irgendwo in der beiliegenden Papierflut steht was von Electro-Pop, Dark Wave, EBM und NDW und tatsächlich sind das die Eckpunkte des Sounds von SUPERIKONE, wobei der Dark Wave-Anteil mit Clubpotential nicht nur aufgrund der deutschsprachigen Texte am stärksten ist. Allerdings sind die Texte nicht peinlich und haben mit irgendwelchen Todeskünstler wenig zu tun. Nett ist es immer dann besonders, wenn einige Sounds zu hören sind, die beinahe an guten alten Italo-Disco erinnern. Textlich und vom Gesang her kommen ganz ganz entfernt sogar Gedanken an die 90er Jahre Underground-Band Lore Of Asmoday auf. Auf jeden Fall ist jedes Stück des Albums „Energie“ tanzbar, ruhigere Töne gibt es nicht zu vernehmen, insofern eine CD, die definitiv nur für die Clubs geeignet ist und dort ihre Liebhaber finden wird, aber nichts zum zu Hause hören. Mir persönlich gefällt der intensive Album-Opener „Machtmenschen“ am besten, auch, weil hier durchaus auch politisch Stellung genommen wird, was in der heutigen Dark Wave-Szene ja leider eher die Ausnahme ist. Unpolitisch macht hirntot, insofern hat SUPERIKONE schon einige Bonuspunkte gesammelt. Der winzige „Nazis Raus“-Druck auf der Coverrückseite ist ein weiteres klares politisches Bekenntnis, das natürlich lobenswert ist. (A.P) SUPERIKONE – Opiate (CD 29.03.2004) (Upscene Records/Indigo)
KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle (H.H.) = Haiko Herden |