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SICK - Fishes Breathe The Rain (CD 1999) (Eigenproduktion, surreal.funfair@gmx.de) Was
mir als erstes an dieser Eigenproduktion aufstößt ist das Wort „Fishes“!
Die Mehrzahl von Fish ist im Englischen ebenfalls Fish. Nun gut, daran will ich
diese CD nicht messen. Von SICK war mir bisher nur das Tape „Butterfly
Battlefield“ bekannt, zu dem Ihr auf den BACK AGAIN Seiten ebenfalls eine
Kritik lesen könnt. In Zeiten billiger CD-Brenner und CD-Rs macht natürlich
(leider) keiner mehr Tapes, deshalb also auch hier eine CD-R. Allerdings hätte
ich nach der aufwendigen Gestaltung des Tapes doch auch hier etwas mehr beim
Coverartwork erwartet. Sieht doch etwas sehr einfach aus. Aber dies alles hat
natürlich nix mit der Musik zu tun, die im Vordergrund stehen sollte und da
kann man sich wirklich nicht beschweren. Sascha Beyer hat hier einmal mehr im
Alleingang 13 Songs eingespielt, die sich kaum in irgendeine Schublade stecken
lassen, was einerseits absolut positiv ist, andererseits aber auch ein bißchen
orientierungslos anmutet. Irgendwo Wave und Adult-Pop gelegentlich mit
experimentellen Momenten und wie ich schon bei „Butterfly Battlefield“
geschrieben hatte, manchmal von der Stimmung her ein wenig wie Edward Ka-Spel´s
Soloarbeiten, ohne aber genauso zu klingen. Zwar sehr schön und an große
Zeiten der Tapeszene erinnernd, aber wohl kaum dafür geeignet, SICK einen großen
Durchbruch zu bescheren. Erwähnenswert übrigens die Depeche Mode Coverversion
„Fly On The Windscreen“, die durchaus als besserer Beitrag auf einem der unzähligen
Depeche Mode-Tribute Sampler hervorstechen würde. (A.P.)
SICK - Butterfly Battlefield (Tape 1998)(Sick/Subsoil Town, Wiesenstr. 6. 51469 Berg.Gladbach)Dieses Tape ist bereits von 1998 und deshalb habe ich keine Ahnung, ob die Adresse noch aktuell ist, im Zweifelsfalle einfach versuchen. Ob das Üprojekt wirklich SICK heißt oder ob das nur der Name des Musikers dahinter ist weiß ich nicht, durchaus möglich, daß die Band BUTTERFLY BATTLEFIELD heißt und das Tape „Agaitating Exspectoration“, das geht aus dem beiliegendenden, handgeklebten Booklet nicht so genau hervor. Verpackt ist das Tape in eine fast 20cm hohe Plastik-Teedose, was zwar ganz nett ist, aber auch Probleme bei der Lagerung dieser Veröffentlichung mit sich bringt. Nun aber zur Musik...schwer zu beschreiben, was an sich ja schonmal gut ist, weil man´s dann nicht gleich in eine bestimmte Schublade stecken kann. Die instrumentalen Titel lassen in mir Erinnerungen an die guten alten Zeiten einer lebendigen Tapeszene aufkommen, so Ende der 80er, Anfang der 90er. Gruppen und Projekte wie Gothica, Trauma Syndrom oder die Electro-Spacerocker Titania Moon kommen mir so in den Sinn, die aber allesamt wohl zu unbekannt sind, um diese Musik ernsthaft zu kategorisieren. Gut, daß dies bei einigen Songs leichter ist und mir spontan die Legendary Pink Dots und noch mehr Edward Ka-Spel´s Solowerke einfallen, zumindest die Atmosphäre und auch einige Texte gehen etwas in diese Richtung. Dazu werden immer wieder düstere Industrial-Elemente hinzugenommen. Alles ganz okay also, einige Titel sind sogar richtig gut, aber der letzte Funke will nicht so richtig überspringen. (A.P.) |