BACK AGAIN: ELECTRO

NO COMMENT – Best Of 1992-2004
NO COMMENT – It´s Not To Late

NO COMMENT – Little Boy

NO COMMENT – Underwater Tales
NO COMMENT – I Won´t Cry (Song For A Stranded Mergirl)
NO COMMENT - Painkiller

NO COMMENT – Best Of 1992-2004 (D-CD 2002)

(Nanpop/BMG)

Was soll das denn, werden sich viele Fragen. Ein Best Of bis 2004, wo die CD doch 2002 rauskommt. Die Frage ist berechtigt, doch dazu später mehr. Nach zehn Jahren ist es tatsächlich Zeit, dass NO COMMENT eine Best Of-CD rausbringen, andere machen das mitunter schon im dritten Jahr ihres Bestehens, wobei man bei den meisten Bands ja sagen kann, dass es gut ist, dass sie nicht so alt werden. Nicht so bei NO COMMENT, sie können mit dieser Veröffentlichung zeigen, dass sie konstant ihre Qualität halten konnten. Es ist keine chronologische Zusammenstellung der Titel, es wird wild durcheinander gemixt und apropos Mixe, neben den normalen Single-Mixen gibt es noch diverse andere Mixe und sogar unveröffentlichtes, insgesamt gibt es 10 exklusive Tracks. Der Knaller allerdings ist, dass es sich bei diesem Release um eine Doppel-CD handelt, randvoll gefüllt (130 Minuten) und das tolle ist, dass sie zum Preis einer einfachen CD angeboten wird. Zusätzlich, und das bezieht sich jetzt auf den CD-Titel, bekommt man beim Kauf die Möglichkeit, 10 Songs von der Webseite downzuloaden, die im Laufe der nächsten zwei Jahre dort angeboten werden. Deshalb also „Best Of 1992-2004“. Das ist auch mal ein Zeichen an die großen Plattenfirmen, die so eine Heidenangst vor MP3 haben, aber sich nicht wirklich damit befassen und den Spieß umdrehen und das Beste draus machen. NOCOMMENT machen es vor, wie man es besser machen kann. Alles in allem eine CD, die sich für alle lohnt. Einmal für die, die von NO COMMENT bislang noch nichts gehört haben und für die, die CD der richtige Einstieg ist und natürlich für die, die schon alles haben, weil es ja so viele neue Stücke gibt. (H.H.)


NO COMMENT – It´s Not Too Late (M-CD 18.02.2002)

(Nanopop/BMG)

Da NO COMMENT nun mit Apoptygma Bezerk und Echo Image auf Tour gehen, werfen sie noch eine neue EP als Appetitanreger auf den Markt. Das Titellied “It´s Not Too Late” ist zwar nicht so ein Extrem-Knaller, wie die vorhergehenden Singles “I Won´t Cry“ und „Little Boy“, doch hat trotzdem absolutes Hotpotenzial. Spätestens beim zweiten Mal hören jedenfalls geht der Titel so dermaßen ins Ohr, dass man heulen könnte. Der zweite Track „Polygon“ hätte auch von den Untoten sein können, was nicht nur an der kristallhellen Stimme von Sängerin Franziska Kalb  liegt. Melancholisch mit dem gewissen Etwas. Die neuen Tracks bzw. Mixe von „Random Love“, „Fight“ und ganz besonders „2nd Class Men“ können auch wieder vollends überzeugen. Abgesehen davon, dass man die CD sowieso kaufen sollte, weil sie sich einfach perfekt in die Reihe der vorigen Veröffentlichungen einreiht und wieder einmal sechs von sieben Stücken Erstveröffentlichungen sind und die Gesamtspielzeit über 30 Minuten ist, will die Band auch noch zusätzlich etwas gutes tun. Pro verkaufter CD wollen sie einen Euro für die Kinder von Tschernobyl spenden. Das Titelstück lehnt sich dann textlich auch an dieses Thema. Überhaupt haben alle Texte kritische Themen zum Anlass und so sind NO COMMENT fernab fantasieloser Songs mit Texten aus dem Baukasten, wie man sie heutzutage leider so oft antrifft.

Übrigens wird NO COMMENT ein „Best Of“-Album veröffentlichen. Man stutzt etwas, denn immerhin heißt es „Best Of 1992-2004“ und wird jetzt in 2002 auf den Markt gebracht. Auch hier möchte die Band neue Wege gehen, denn allen Käufern dieses Albums geben sie die Möglichkeit, sich bis 2004 weitere Titel von der Homepage downzuloaden. Eine schöne Idee und ein geistreicher Beitrag zum Thema MP3. Für mich sind NO COMMENT die derzeit beste Electropop-Band derzeit. (H.H.)


NOCOMMENT – Little Boy (M-CD 06.08.2001)

(Nanopop/BMG)

Hier folgt nun die zweite Auskopplung aus dem Album „Unterwater Tales“ und das nicht nur als einfache Maxi-CD, sondern als EP mit sieben Stücken und einer Laufzeit von 30 Minuten. Ebenfalls wieder eine Zusammenarbeit mit dem Produzenten José Alvarez, der auch schon mit Witt/Heppner und Wolfsheim Erfolge feiern konnte  Ich muß ohne Übertreibung sagen, daß diese Maxi-CD zusammen mit „Bayreuth 2“ von Joachim Witt bislang zu den besten Veröffentlichungen des Jahres gehört. Einfach jeder Song und jeder Mix auf diesem Silberling ist fantastisch und „Little Boy“ ist, wie auch schon „I Won´t Cry“ ein elektronisches, melodisches, eingängiges und überaus sympathisches Pop-Meisterwerk mit der zauberhaften und etwas kindlichen Stimme von Franziska Kalb (wobei allerdings auch hin und wieder Herrengesang von Robert Enforsen (ehemals Elegant Machinery) zu hören ist).  (H.H.)

NOCOMMENT – Underwater Tales (CD 28.05.2001)

(Nanopop/BMG)

Hier ist also die neueste Veröffentlichung der Elektro-Pop-Gruppe NOCOMMENT. Die Vorabsingle „I Won´t Cry“ hat ja schon schönes erwarten lassen und das Album hält auch genau das, was man erwartet hat. Die CD wurde zum Teil produziert von Markus Reinhardt (Wolfsheim) und José Alvares, letzterer war zum Beispiel Produzent von „Die Flut“ von Witt und Heppner. Neben dem tollen „I Won´t Cry“, welches sich sofort in den Gehörgängen festkrallt, begeistert noch der Track „Little Boy“, der auch als nächste Single im Sommer 2001 dienen wird. Erwähnenswert ist noch, daß beim Song „Phoenix“ der ex-Elegant Machinery-Sänger Robert Enforsen zusammen mit Sängerin Franziska Kalb ein Duett singt. Die zwei haben sich im wirklichen Leben allerdings nicht nebeneinander gestellt und geträllert, sondern die Zusammenarbeit lief über das Internet. Aber auch neben diesen drei Titeln gibt es jede Menge Perlen auf diesem Album, so zum Beispiel das ruhige „Bed Of Stone“ oder auch das kräftige „Silent Scream“. Wie gesagt, ich habe es ja auch nicht anders erwartet, präsentieren NOCOMMENT dem geneigten Zuhörer Synthiepop der teils unschuldigen, aber immer wunderbaren und charmanten, mitunter bittersüssen Art. Ein Album jedenfalls, das sich garantiert oft in meinem CD-Player tummeln wird. (H.H.)


NO COMMENT – I Won´t Cry (Song For A Stranded Mergirl) (Mini-CD 05.03.2001)

(Nanopop/Nova Media)

Hier ist die neue EP von NO COMMENT mit sechs neuen Songs, die es übrigens zum Preis einer Maxi-CD gibt. Der Titeltrack ist ein absoluter schöner Popsong, der wieder einmal völlig an Phillip Boa erinnert, wenn man die Stimme von Sängerin Franziska Kalb und auch die Melodie an sich nennt. Diese Version wurde von Markus Reinhardt von WOLFSHEIM und von Jose Alvarez-Brill (WOLFSHEIM und WITT/HEPPNER) produziert. Man wollte den Titel, der unter dem Namen "Song For A Stranded Mergirl" schon auf dem letzten Longplayer "Painkiller" enthalten war, zum Sommerhit des Jahres 2001 machen und ich denke, mit der richtigen Promotion dürfte dies auch klappen, auch wenn es Synthiepop und kein derzeit so angesagter Latin-Sound ist. Auch die anderen Stücke der CD sind wirklich nett, man kann auch diese mit dem allumfassenden Wort "Synthiepop" beschreiben, wobei NO COMMENT übrigens hier ihr erstes deutsches Stück veröffentlicht. Das Album "Underwater Tales" wird übrigens im Mai 2001 erscheinen und hier wird LIQUIDO-Sänger Wolfgang Schrödl bei einem Song mitsingen. Dieser Track wird dann als Single ausgekoppelt werden zugunsten der Kinder von Tschernobyl. Ich hoffe, daß NO COMMENT mit diesen Veröffentlichungen den Erfolg bekommen, den sie verdienen!!! (H.H.)


www.nocomment.de
www.nanopop.de


NOCOMMENT - Painkiller (D-CD 1999)

NOCOMMENT(TCM / Vision Records / Rough Trade)

Von NOCOMMENT habe ich schon viele Jahre nichts mehr gehört, was aber nicht an der Band lag, sondern an mir und was ich beim Hören dieser CD auch bitter bereut habe. as einzige, was ich von NOCOMMENT bislang kannte, war das Jahre alte Mini-Album "Harmony", welches sehr netten Endachtziger-Elektropop beinhaltete sowie eines meiner ewigen Lieblingslieder (der Titeltrack). Auf dieser CD hier sind nun eine Frau namens Franziska Kalb und die Musik begeistert mich durchgehend. Spontan kommen mir Bands wie Phillip Boa on Electro oder auch Sabotage in den Sinn, die eingängigen, aber trotzdem nicht durchweg einfachen Melodien harmonisieren (da haben wir wieder das Wort) perfekt mit der nicht allzuharten Instrumentierung und der schönen Stimme von Franziska, die ebenfalls zu beschreiben wäre als eine Mischung aus Pia Lunda, Isabelle Gernand und Greta Csatlos. Da die Musik manchmal auch recht wavig ist, erinnert das Ganze manchmal in bestimmten Situationen auch an die UNTOTEN. Doch trotz der vielen Vergleiche sind NOCOMMENT sehr eigenstänig. Es handelt sich bei "PAINKILLER" um eine Doppel-CD, jedenfalls in der Erstauflage (zum normalen Preis einer einfachen CD), die 2000 Stück beträgt. Auf dem zweiten Silberling sind fünf exklusive und die dagewesene Tracks und Remixe veröffentlicht. (Haiko Herden)