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HERMANN KOPP – Japgirls In
Synthesis (LP 2004)
(Vinyl-On-Demand
www.vinyl-on-demand.com )
HERMANN
KOPP kennen vielleicht nicht so viele Leute, eher schon seine frühere Band
KEINE AHNUNG, die mit ihrer Mini-LP einen echten Minimal-Electro-Klassiker
geschaffen hat, der heute, trotz zwischenzeitlicher
CD-Wiederveröffentlichung, immer noch ein extrem gesuchtes und entsprechend
teures Sammlerstück ist. Aber auch unter seinem eigenen Namen hat HERMANN
KOPP Musik produziert. Eine Zusammenstellung mit Material aus den 80er
Jahren gibt es auf „Japgirls In Synthesis“ zu hören. KOPP hat dabei einen
sehr eigenen Stil, der zwar einiges an Minimal-Electro enthält, dabei aber
seltsam warm klingt, was wohl vor allem an der Stimme liegt. Die meisten
Stücke sind eingängig, nicht poppig, aber wavig, aber auch eher
avantgardistische Momente finden sich auf der Platte wieder. Mit dem
Electro-Sound von KEINE AHNUNG hat das nur wenig zu tun, so dass Fans dieser
Band oder Minimal-Puristen mit dieser LP möglicherweise wenig anfangen
können. Mir gefällt es, weil eine sehr mysteriöse Atmosphäre entsteht.
Mehrmaliges Hören ist dabei absolut Pflicht, bevor man sich eine
abschließende Meinung bildet. HERMANN KOPP hat übrigens auch an der Musik zu
Jörg Buttgereit´s legendärem Filmen „Nekromantik“, „Der Todesking“ (hier
spielte er auch mit) und „Nekromantik 2“ mitgearbeitet. Franz Rodenkirchen
von KEINE AHNUNG hat, nebenbei bemerkt, auch an allen Buttgereit-Filmen
mitgearbeitet. Interessante Querverbindung...und ein weiterer Hinweis
darauf, dass die Musik von KOPP nicht immer ganz einfach ist. Das macht es
aber doppelt spannend. (A.P.)
KONTAKT ZU DEN
AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle
(H.H.) = Haiko Herden |