BACK AGAIN: ELECTRO
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JOKE JAY – Angefixxt (MCD 2004) (Wannsee Records/Edel)
Das soll jetzt aber alles nicht bedeuten, dass „Angefixxt“ schlecht wäre, im Gegenteil, der Song hat richtig Power und zudem auch Ohrwurmqualitäten und, wie das Info dann doch ganz richtig mitteilt, handelt es sich um eine Mischung aus Electropunk und Disco. Das klingt doch schon mal ganz gut. Der Song hat tatsächlich Hitcharakter und könnte in Zeiten, in denen Oomph! die Charts in Deutschland anführen, auch durchaus in die Hitparaden kommen, wobei der Text wahrscheinlich doch beim oberflächlichen hören viele Leute schocken würde. Besonders wahrscheinlich Feministinnen, aber wer „Frau“ auf „Sau“ reimt und Liebe mit Drogensucht vergleicht, muss sich nicht wundern und wahrscheinlich ist das auch gewollt. Warum aber muss auf dieser Maxi siebenmal der gleiche Song sein? Auch wenn verschiedene „Szenegrößen“ da rumgemixt haben, bleibt es doch immer das gleiche Lied und manche Versionen unterscheiden sich nicht wirklich extrem, mal etwas tanzbarer, mal etwas technoider, mal ruhiger, mal poppiger. In den Clubs wird sicherlich der „Extended Speedball“ laufen, bei möglichen Radioeinsätzen der „Radiofixxer“, ansonsten wird´s mir nach siebenmal dem gleichen Lied in knapp 37 Minuten dann doch ein bisschen viel, man kann gute Songs auch zu Tode spielen. Da bin ich doch viel gespannter auf die für Herbst angekündigte komplette CD von JOKE JAY, auf der „Angefixxt“ sicher auch noch einmal drauf sein wird und wahrscheinlich als „Bonustrack“ noch ein weiterer Mix des Liedes – wollen wir wetten? Auch, wenn in dieser Besprechung viel kritisiert wird, so betrifft das eher die Form der Präsentation, als die Qualität der Musik. Wahrscheinlich sind das einfach die Regeln des Marketings, wenn man mit Firmen zusammen arbeitet, die ausschließlich aufs Geldverdienen ausgerichtet sind, beziehungsweise sein müssen (in diesem Falle Edel und EMI). Das ist dann einfach nicht meine Welt. (A.P.) KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle (H.H.) = Haiko Herden |