WITNESS THE MILLENNIUM
UNHOLY ROLLER
CALLING DR. LUV
KISS THE GOAT THE ELCTRIC HELLFIRE CLUB Witness The Millennium (CD
Juni 2000)
(Cleopatra Records)
Nachdem sich der ELECTRIC HELLIFIRE CLUB mehr in
die Pop-Richtung bewegt hat, ist man nun dabei, wieder etwas härter zu werden, der Titel
des Album läßt vermuten warum: Man ist Zeuge des neuen Jahrtausends geworden und
anscheinend glaubt man, die Zeiten werden härter, also muß man mit härterer Musik
dagegensetzen. Richtig fett, aggressiv, treibend und hart tanzbar ist die Musik, die die
Sataner hier auf ihrem Album präsentieren. Überhaupt endlich mal wieder ein Studioalbum,
welches sie aufgenommen haben, nachdem sie intensiv getourt sind mit Bands wie
Type-O-negative, Danzig und Gwar. Das hat die schwarzgekleideten Menschen sicherlich
geprägt, man hört es. Man muß auch zugeben, daß die Band dadurch etwas an der
Originalität eingebüßt hat, sie klingen nicht mehr so unverkennbar nach dem ELECTRIC
HELLFIRE CLUB, aber neue Jahrtausende brauchen auch neue Musik, oder? (H.H.)
THE ELECRIC
HELLFIRE CLUB - Unholy Roller (CD)
(Cleopatra Records)
THE ELECTRIC HELLFIRE CLUB wird immer poppiger
und immer besser. Das beweisen sie hier auf diesem Album, auf dem wieder hauptsächlich
Remixe und neue Version alter Stücke von ihren zwei vorhergehenden Alben "Calling
Doctor Luv" und "Kiss The Goat" zu finden sind. Bestes Beispiel ist das
Titelstück "Unholy Roller" ein most perfect pop-song der Extraklasse. Doch auch
dem satanischen, dem die Band bislang gefrönt hat, bleibt man auch hier treu. Treibende
Beats, oftmals psychedelisch aber tanzbar, elektronische (ich hab eben versehentlich
"ekeltronische" geschrieben, aber verbessert, hat das was zu bedeuten?)
Modularsounds experimenteren vor sich her, alles in allem für eine Remix-CD eine recht
gelungene, denn oftmals sind Remixe einfach nur langweilig, hier aber (meistens) nicht.
Aber vielleicht kommt ja sowieso mal wieder ganz neues Material der Band und wenn es
genauso ist wie das neue Stück "Unholy Roller" stehen uns rosige Zeiten ins
Haus. (H.H.)
Das Photo ist von "Cryptie´s Concert
Photos" unter
http://members1.visualcities.com/cryptie/
THE
ELECTRIC HELLFIRE CLUB - Calling Dr. Luv (CD)
(Cleopatra Records)
THE ELECTRIC HELLFIRE CLUB sind wieder da und das
ist gar nicht so selbstverständlich, ist doch ihr Keyboarder Shane Lassen alias The Rev.
Dr. Luv gerade vor das Höllenfeuer getreten, sprich, er ist gestorben bei einem
Autounfall. Für eben jenen Mann spielen die restlichen Mannen ein altes Kiss-Stück mit
Nanem "Calling Dr. Love", als eine Art Tribut. Nicht nur wegen des passenden
Titels, sondern weil die Band Kiss in ihren alten Zeiten gleichbedeutend mit Rebellion
war, genau das, was der HELLFIRE CLUB auch tun möchte. Kiss ist die Band, die sie in
ihrem Tun und Handeln stark beeinflußte Ansonsten bieten THE ELECTRIC HELLFIRE CLUB wie
gewohnt guten Crossover mit experimentellen Synthesizer-Klängen, treibenden Drums mit
psychedelischen Tendenzen und auch der satanische Grusel und auch spaciges bleibt nicht
aus. Nach ihrem letzten Album "Kiss The Goat" haben die Höllenfeuer-Leute einen
würdigen Nachfolger geschaffen. Das ganze wieder auch sehr teuflisch, dämonisch und
düster, aber trotzdem fliegen einem manchmal richtig gut gelaunte Popsongs um die Ohren
wie z.B. bei "Very Groovy Beats" oder halt der schon angesprochenen Coverversion
"Calling Dr. Love". (H.H.)
THE ELECTRIC HELLFIRE CLUB -
Kiss The Goat (CD)
(Cleopatra)
Diese Band um den Ex-Thrill Kill Kult-Mann Thomas
Form bringt neuen Pep in die Crossover-Szene, nicht nur treibende Drums mit Gitarre,
sondern auch richtig coole Synthiesounds, die oft etwas mystisch wirken, teils danceable
und elekronisch, trancig, psychedelisch, gothisch und immer sehr kreativ! Man hört auch
ötfers mal Mönchschöre, Stimmen,die den Teufel beschwören, Gruselsounds und satanische
Geräusche. Diese passen auch hervorragend zu den Texten, die sich hauptsächlich mit
Satan und dem Bösen beschäftigen, in wie weit das peinlich oder doch ganz gut ist, muß
dann wohl jeder für sich selbst entscheiden, kleine Hilfe hierfür sind die im Textbuch
abgedruckten Texte. Dementsprechend ist dann auch das Cover Geschmackssache, zwei grüne
Frauen küssen ein Dämonengesicht und auf der Rückseite hüpfen einige nackige Frauen um
eine seltsame Teufelsgestalt rum. Aber abgesehen davon ist die Musik, zwar auch sehr
düster, aber absolut kreativ und einfallsreich. Guter Song der CD ist z.B.
"Slaughter Of Elysium" und "Bitchcraft". (H.H.) |