| BEBORN BETON - Die Rückkehr Zum Eisplaneten (CD
2000) (Strange Ways/Indigo)
Eine Remix-CD, wie einfallsreich. Aber halt, BEBORN BETON haben sich
in den vergangenen Jahren zu einer guten Electro-Pop-Band entwickelt und das letzte Album
war auch ziemlich ansprechend. Erwähnenswert ist schonmal das witzige Cover dieses
Albums. Aber auch musikalisch sind einige interessante Sachen dabei, z.B. einige Versionen
des ZaZa Klassikers "Zauberstab". Die meisten Remixe von Leuten und Bands wie
Covenant, Haujobb, Infam etc., sind recht tanzbar ausgefallen, wie üblich gibt es auch
einige Techno-Einflüsse, ohne die geht es heute wohl nicht mehr, naja... Interessant ist
auch, daß auschließlich deutschsprachige Titel vor allem von skandinavischen und
amerikanischen Leuten remixt wurden, die mit dem Klang der deutschen Sprache sicherlich
ihre Schwierigkeiten haben dürften. Anspieltips sind der "Spice Remix" von
"Im Innern Einer Frau" (von Heiko "Camouflage" Maile),
"Zauberstab (69 Bugs Mix)" und "Phoenix (Torpeur)", wobei letzterer
richtig schön wavig rüberkommt. Bemerkenswert ist, daß bei den Remixen nicht Wert auf
Chartstauglichkeit gelegt wurde, BEBORN BETON kommen hier weitaus experimenteller als auf
dem Hitalbum "Fake" daher, was ihrer Musik hörbar gut tut. Auffällig ist, daß
die zweite Hälfte des Albums gegnüber den ersten Stücken qualitativ stark abfällt.
Sonst stehe ich ja eigentlich nicht so auf solche Remix-Projekte, aber ich muß zugeben,
daß BEBORN BETON hier ein gutes Werk geglückt ist. (A.P.)
BEBORN BETON - FAKE (DCD 1999)
(Strange Ways/Indigo)
Wieder einmal Synthie-Pop aus deutschen Landen,
einmal mehr von BEBORN BETON, die schon viele Jahre dabei sind und sich unauffällig aber
beständig in die Spitzengruppe dieser Stilrichtung hochgespielt haben.
Mit Fake dürfte einem Durchbruch auf auf kommerziellerer Ebene eigentlich
nichts im Wege stehen, nachdem Gruppen wie Wolfsheim, De/Vision und Deine Lakaien den Weg
geebnet haben. In diesem Sinne ist das Album auch ziemlich perfekt geworden, gute Songs
und Melodien, ein unaufdringlicher Gesang, tanzbare Tracks wie die Vorabmaxi
Poison aber, und das darf nicht unerwähnt beleiben, kaum Ecken und Kanten,
das ganze ist aalglatt.
Positiv ist jedoch, daß verstärkt auf deutschsprachige Texte gesetzt wird, was man
sonst ja fast nur von Second Decay kennt. Musikalisch kriegt der Hörer einen Sound
irgendwo zwischen Depeche Mode (1986-1990) und Wolfsheim (vor allem bei den deutschen
Sachen) zu hören. Die Erstauflage (3000 Stück) des LP-langen Albums enthält zusätzlich
eine Bonus-CD mit 8 Remixen, die alle recht discothekentauglich gehalten sind und
zumindest etwas von der manchmal arg seichten Linie des Albums abweichen.. (A.P.) |