BACK AGAIN: ELECTRO
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ANTI TRUST – It´s Not The End But The Bridge To The
Evasion On Stake ANTI TRUST – It´s Not The End But The Bridge To The Evasion On Stake (Tape 1986) (NLW lindbergh@backagain.de )
ANTI TRUST - Anxiety (Tape 1986) Haiko Herden , Macher der Back Again-Seiten und von www.haikosfilmlexikon.de ist vielseitig begabt. Neben den Internet Seiten macht er noch eine monatliche Fernsehshow im Offenen Kanal Hamburg, hat jahrelang im gleichen Kanal eine Radioshow moderiert, dreht Filme und macht seit den frühen 80er Jahren Musik. Die meisten Bands und Projekte sind sang- und klanglos vergessen, aber mit seinen Bands The Black Ribbon, Johnny Beton und vor allem The Evasion On Stake kann er auf diverse Tapeveröffentlichungen, Beiträge zu CD-Samplern und Liveauftritte zurückblicken. Vor dem Soloprojekt The Evasion On Stake gab es bereits ein anderes Projekt, welches heute nahezu vergessen ist: ANTI TRUST. 1986 gegründet mit dem Konzept, für einen Song incl. Textschreiben, Komponieren und Aufnahme nicht mehr als eine halbe Stunde zu brauchen, sind in dem Jahr zwar unzählige wirklich billige Schrottsongs entstanden, aber auch ein paar Perlen, die das Zeug gehabt hätten, zu Minimal-Electro-Klassikern zu werden, was aber wohl daran gescheitert ist, daß vernünftige Aufnahmemöglichkeiten und die Möglichkeit zu einer vernünftigen Veröffentlichung fehlten. Wirklich konsequent durchgezogen wurde das „30 Minuten“-Konzept auf dem ersten Tape „Anxiety“. Auf knapp 60 Minuten sind insgesamt 23 Songs vertreten, die man größtenteils wohl als rohe Ideen beschreiben kann. Viele der Songs sind in späteren Jahren von anderen Bandprojekten ausgearbeitet und in besserer Qualität aufgenommen worden und so im kleinen Rahmen zu „Kultsongs“ geworden. Schon auf „Anxiety“ hat Haiko aber gezeigt, daß es ihm völlig egal ist, was musikalisch gerade so angesagt ist. Mit einem aus heutiger Sicht primitiven Casio-Synthie wurden teils eingängige, teils experimentelle Songs aufgenommen, die besser ausgearbeitet echtes Hitpotential gehabt hätten. Nun ja, an den Texten hätte man noch etwas mehr feilen können, da scheint damals der Reimfaktor teilweise wichtiger gewesen zu sein, als der Inhalt. Schade, daß die Aufnahmequalität teilweise berauschend und stark übersteuert ist, sonst könnte man so manchen Titel durchaus heute auf einem Minimal-Label wie „Genetic Music“ veröffentlichen und mit Sicherheit die nicht geringe Fanschar solcher Projekte wie Bakterielle Infektion, Alien Skull Paint oder Nejet Nok ansprechen können. Mit den nachfolgenden Tapes „Cindy S.“ und „Brennendes Land“ verfeinerte ANTI TRUST seinen Stil und schuf weitere Minimalperlen, von denen die besten nur auf eine vernünftige Veröffentlichung warten. (A.P.) WEITERE INFOS ZU ANTI TRUST UND ANDEREN BANDS DIESER ZEIT UNTER DIESEM LINK |