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THE 3RD
CULTURE – Origin Of Soil (CD 2002)
(Strahlomat/Warner
Chappell)
Gespannt
war ich auf das Debut von THE 3RD CULTURE, über die ich schon einiges
interessantes gelesen hatte. Sind das wirklich die neuen
Electro/Synthie-Pop-Helden? Um es vorweg zu nehmen: Nein, aber sie haben
dennoch ein gelungenes Album vorgelegt, das viele Freunde finden könnte.
Am Anfang fühle ich mich noch stark an frühe Project Pitchfork-Tage
erinnert, gemischt mit Synthie-Pop á la Depeche Mode. Eine gewagte
Mischung, die aber recht gelungen ist und durchaus auch kommerziellen
Erfolg haben könnte. Eine etwas treibendere, druckvollere Produktion wäre
aber drin gewesen. Erschreckend sind die englischsprachigen Texte. Ich
meine, ich bin bestimmt kein Fachmann in dieser Sprache, aber Textzeilen
wie „Come not, when I am Dead“ oder „Therefore revenge became her
well“ fabrizieren nicht mal die übelsten Internet-Übersetzungsmaschinen.
Vielleicht habe ich aber auch einfach keine Ahnung, was das heißen soll,
denn angeblich ist in diesem Projekt ein Amerikaner beteiligt und der weiß
es sicher besser, als ich. Abgesehen davon machen THE 3RD CULTURE ihre
Sache aber gut, das Album enthält einige Titel, die möglicherweise in
den Clubs ihre Einsätze haben werden, z.B. „Lifeforms“, aber ich
finde, die Mischung aus Dark-Electro und Synthie-Pop könnte noch eine
Menge mehr Eigenständigkeit brauchen, um sich von ähnlichen Bands mehr
abzuheben. Lobenswert ist übrigens das hübsch gestaltete Booklet zu
diesem Album. (A.P.)
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