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LISA GERRARD - Whale Rider
OST
LISA GERRARD & PIETER
BOURKE - The Insider OST
LISA
GERRARD - Whale Rider OST (CD 2003)
(4AD)
Der
sehr ruhige Ambient-Score von Lisa Gerrard liegt wie ein mystischer Schleier
über dem preisgekrönten neuseeländischen Film "Whale Rider". Schwebende,
neblige Sphärenklänge mit starker Assoziation zum Wasser begleiten die
Geschichte eines Maori Mädchens, das von seiner Familie abgewiesen wird,
weil die Tradition einen Jungen als erstgeborenen Erben verlangt. Ruhige,
geradezu stehende Soundflächen spiegeln große Einsamkeit und Verlorenheit.
Die Stimmung erinnert an die schwermütigen Phrasen von BLACK TAPE FOR A BLUE
GIRL oder VIDNA OBMANA. Nur an wenigen Stellen kommt Lisas Stimme mit ihrer
typischen, noch von ihrer früheren Band DEAD CAN DANCE her bekannten
melancholischen Melodieführung, eher nur wie ein Hintergrundinstrument zum
Einsatz, wie in "Pai Calls The Whale" und "Empty Water", während in den
beiden letzten Cues Maori-Gesänge sich über die elektronischen
Streicherflächen legen. (Glasnost)
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LISA GERRARD & PIETER
BOURKE - The Insider OST (CD 1999)
(Sony)
DEAD
CAN DANCE sind eine Legende, aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Die
Mitglieder gehen ihrer Wege und musizieren, ein jedes nach seiner Facon.
LISA GERRARD, der unberührbare Engel, hat sich als Komponistin von Filmmusik
etabliert, was sicherlich eine der erfreulichsten Entwicklungen der
Musikgeschichte um die Jahrtausendwende ist. Denn mit ihren
morbid-romantischen Gothic Klängen setzt sie auf dem Olymp Hollywood
unüberhörbar neue Akzente. Gleichzeitig könnte das Engagement der Gothic
Ikone auch dabei helfen, daß das Wave Publikum endlich mehr Akteptanz für
das Genre Filmmusik zeigt, denn nichts liegt der Urstimmung des Gothic
näher, als die Vielzahl der düster-dramatischen Scores, die als Nebenprodukt
der Filmindustrie ein abgrundtrauriges ungerechtes Schattendasein führen.
Wie schon ihr letztes
Soloalbum hat LISA die meisten Stücke für "Insider" gemeinsam mit PIETER
BOURKE geschrieben und auch eingespielt und gesungen. Drei Tracks entstanden
in Zusammenarbeit mit GRAEME REVELL (ex-SPK), der schon vor Jahren den
Sprung vom Industrial-Pionier zum Hollywood-Komponisten geschafft hat. Neben
den perkussiven, ethnisch angehauchten Nummern erinnern düster-sakral
anmutende, getragene Gesänge mit LISAS tiefer Stimme an die DEAD CAN DANCE
Ursprünge. Es ist im Ganzen ein ergreifender Score, der eigentlich mit dem
Film und der Story gar nicht so viel Verbindung hat. Vielmehr einfach ein
glanzvolles LISA GERRARD Album, das abgerundet wird durch einen schönen
atmosphärischen Track von JAN GARBAREK und eine erstaunlicherweise recht
harmonisch in die Stimmung passende Nummer von MASSIVE ATTACK, zu der LISA
am Ende auch noch einen Trip Hop angehauchten Ambient Song ganz im Stil des
"Flux"-Materials von LOVE SPIRALS DOWNWARDS draufsetzt. (Glasnost)
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KONTAKT ZU DEN
AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle
(H.H.) = Haiko Herden |