ANN WILSON - Immortal


Erstveröffentlichung: CD 2018 / BMG

Ann Wilson – Immortal
(VÖ: 14.September 2018 BMG)

Mit „Immortal“ legt Ann Wilson das erste Album für BMG vor und verneigt sich vor verstorbenen Musikerkollegen. Das Material entstand unter Aufsicht des damaligen Heart-Produzenten Mike Flicker (der u.a. für die Alben „Dreamboat Annie“, „Magazine“, „Little Queen“, „Dog And Butterfly“ verantwortlich zeichnete). „Mike war der erste Produzent, der wirklich an mich glaubte“, so Ann weiter. „Er war mein erster Lehrmeister im Studio und versteht es perfekt, meine Seele in diesen Aufnahmemodus zu versetzen. Es ist ein aufregendes Gefühl, mit ihm wieder zum ersten Mal seit 1980 zu arbeiten. Ich habe seitdem einen unendlich langen Weg hinter mir, aber dieses ursprüngliche Feeling ist auf Immortal immer noch vorhanden. Er hat mich bedenkenlos dabei unterstützt, meinen Ideen noch einmal Leben einzuhauchen. Es war eine wirklich tolle Zusammenarbeit.“
Nachdem sie schon im Vorfeld ein paar ausgewählte Arbeitstitel für das Album-Projekt veröffentlichte, entschied sich Ann schließlich für „Immortal“. „Je mehr sich das Albumkonzept verändert, desto mehr veränderten sich auch die in Frage kommenden Titel“, erinnert sich die Musikerin. „Mir wurde immer stärker bewußt, dass sich hinter diesem Plan eine größere Wahrheit verbarg, als ich ursprünglich dachte. Die Seelen meiner Freunde sind zwar von uns gegangen, doch werden sie ewig in ihren Liedern nachhallen. Sie waren die Poeten unserer Zeit und ihre Werke müssen an die nächste Generation weitergegeben werden. Poesie ist etwas Bleibendes, Elementares. Wie die Inschrift in einem Felsen.“
Mit „Immortal“ betritt Ann Wilson diverse stilistische, Highlight gespickte Territorien. So spannt sich der Bogen von Leonard Cohen („A Thousand Kisses Deep“) über Amy Winehouse („Back To Black“), David Bowie („I`m Afraid Of Americans“) und Lesley Gore („You Don`t Owe Me“) bis hin zu Tom Petty („Luna“). Die Auswahlkriterien für die Stücke hätten laut Ann nicht einfacher sein können: „Am wichtigsten war, dass ich sie liebte. Es mussten Songs sein, in die ich mich als Sängerin glaubhaft hineinversetzen konnte. Obwohl die Lyrics eine wichtige Rollen spielen, achte ich am meisten auf das harmonische Zusammenspiel aus Text und Melodie – nur dann entsteht etwas Magisches!“
Inspiriert von dem öffentlich viel diskutierten Thema Sexismus entschied sich Ann für eine Coverversion von Lesley Gores „You Dont Owe Me“. „Ursprünglich war der Song eine frühe feministische Schlachtenhymne aus den 60ern und 70ern. Seitdem hat sich diese Unabhängigkeitsidee zu etwas Allgemeingültigerem entwickelt... Das Lied ist eine Weigerung, sich zum Objekt degradieren und als persönlichen Besitz behandeln zu lassen. Egal von wem.“
Zusätzlich zur erstklassigen Tracklist finden sich auf „Immortal“ auch zwei hochkarätige Special-Guests. „Warren Haynes spielt auf Tom Pettys Luna und `You Dont Owe Me`“, verkündet Ann. „Ben Mink ist auf Leonard Cohens A Thousand Kisses Deep und Amy Winehouse Back To Black zu hören. Beide sind tolle Musiker, die ich sehr bewundere. Es ist immer ein Vergnügen und eine Ehre, mit ihnen zu arbeiten. Sie haben diese Songs auf ganz besondere Art beseelt!“
(Maximilian Nitzschke)



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