DEVIOUS - Vision


Erstveröffentlichung: CD 2009 / Deity Town Records / 7 Hard / DDRCD008

Das schöne an den Bemusterungen von Finest Noise Promotion, bekannt vor allem für Veröffentlichungen im Bereich Alternative Rock, aber immer auch mit offenen Ohren interessiert an anderen Genres, ist, dass die Waschzettel für den Schreiberling recht hilfreich sind. Natürlich sind die Promotiontexte die üblichen, aber die wichtigen Infos sind immer schön zusammengefasst und es gibt auch immer eine realistische Stilbezeichnung. Man versucht gar nicht erst in dem Laden, jede Band als völlig neuartig und eigenständig hinzustellen. So ist es für mich auch etwas leichter , die vorliegende CD der Holländer DEVIOUS unter den zahllasen Unter-Genres im Bereich Metal richtig einzuordnen, ohne mich zu blamieren, habe ich doch wenig Ahnung von den Feinheiten der Unterscheidung in diesem von mir nicht gerade bevorzugten Genre.
Also: DEVIOUS spielen Death-Metal. Mir als Laien und BILD-Leser fällt dazu zunächst einmal „Kirchen anzünden in Norwegen“ ein, aber klar, damit tut man der Mehrzahl der Death-Metal-Bands ziemlich unrecht. Ich gebe auch offen zu, dass ich mit Metal und dem hier speziellen „Groll“-Gesang wenig anfangen kann, aber zugegeben: Energie hat es schon. Und im Gegensatz zu manch anderem Genre lassen Metaller durchaus auch neue Einflüsse aus anderen Stilen zu, so hat sich der gute alte Gothic-Rock doch auch seinen Platz im Metal erobert. Dass mir das nicht sonderlich gefällt tut nichts zur Sache. Ja, ich drücke mich bisher ein bisschen darum, die CD von DEVIOUS zu bewerten. Ich beschränke mich also aufgrund fehlenden Fachwissens mal auf eher technische Aspekte. Die Scheibe ist gut produziert, kraftvoll und von spielerisch versierten Musikern eingespielt. Ich schätze mal, dass bei der Band live ordentlich die Post abgeht. Ich könnte mir vorstellen, dass DEVIOUS schon alleine wegen der rübergebrachten Energie unter Genrefans schnell einen guten Namen haben werden, da sie zudem mit Entombed (zumindest vom Namen her auch mir ein Begriff) und Merauder im Dezember durch Deutschland touren, dürfte der Bekanntheitsgrad auch schnell steigen. Lobenswert ist auch das recht aufwändig gestaltete Booklet, das ziemlich edel aussieht. Ich lasse die Musik einfach mal wertungsfrei, empfehle Death-Metal-Liebhabern aber auf jeden Fall ein Antesten. (A.P.)



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